WHO:

Weitere Ebola-Todesopfer in Demokratischer Republik Kongo

Mehrere Monate nach dem Ende des Ebola-Ausbruchs sind in der Demokratischen Republik Kongo in dieser Woche wieder zwei Menschen an dem gefährlichen Virus gestorben. Eine 60-jährige Frau sei im Osten des zentralafrikanischen Landes am Mittwoch den Folgen einer Ansteckung erlegen, teilten das Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag mit.

red/Agenturen

Sie habe in Verbindung zu einer Frau gestanden, die kurz zuvor ebenfalls an Ebola gestorben sei und mit einem Überlebenden des bisher letzten großen Ausbruchs verheiratet gewesen sei. Ein Expertenteam verfolge nun die mehr als 100 Kontakte der beiden Frauen in den betroffenen Regionen. Die WHO erklärte, das sporadische Auftreten einzelner Fälle nach einem großen Ausbruch sei nicht ungewöhnlich.

Bei dem jüngsten Ebola-Ausbruch im Osten des Landes sind von 2018 bis 2020 mehr als 2.200 Menschen ums Leben gekommen. Er wurde im vergangenen Juni offiziell für beendet erklärt. Im November wurde auch der Ausbruch im Westen des Landes für besiegt erklärt. Das Land hat elf Ausbrüche erlebt, seitdem das Virus 1976 in der Nähe des Ebola-Flusses erstmals entdeckt wurde. Das Virus verursacht schweres Erbrechen und Durchfall und wird durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten verbreitet.
 

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