Coronakrise

Gefühlsmäßig schwindet für Bevölkerung die Solidarität

Der Zusammenhalt in der Bevölkerung geht mit wachsender Dauer der Pandemie gefühlsmäßig verloren. Nur mehr gut zehn Prozent der Österreicher meinen, dass derzeit die Solidarität im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich bzw. etwas besser sei. Im Frühjahr 2020 und damit wenige Wochen nach Ausbruch von Corona im Land empfanden noch knapp 65 Prozent ein sehr gutes oder gutes Zusammengehörigkeitsgefühl, so das Linzer Meinungsforschungsinstitut market am Freitag.

red/Agenturen

Anhand der Zeitreihe seit der Kalenderwoche 18 der Vorjahres bis zur Kalenderwoche sechs 2021 lässt sich ablesen, dass sich die Meinung der Österreicher bezüglich Zusammenhalt deutlich verschlechtert und diese Woche den vorläufigen Tiefpunkt erreicht hat. Was die Entwicklung des Optimismus in der Zeitspanne angeht, verglichen die Meinungsforscher diese mit einer „Achterbahnfahrt“.

Nach einem bisherigen Tiefpunkt Ende Oktober 2020, als nur gut 25 Prozent positiv in die kommenden zwölf Monte blickten, ging es bis zum Jahresende wieder mit der Stimmung bergauf. „Parallel zur schleppenden Umsetzung der Impfung“ folgte laut market dann im neuen Jahr „ein Rückfall in der positiven Zukunftserwartung“. Erst seit Ankündigung von Öffnungsschritten zeigt die Stimmungskurve wieder leicht nach oben, gut 35 Prozent blickten dies Woche zuversichtlich nach vorne.