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Coronavirus

Über 450 Neuinfektionen sind weiterer Höchstwert seit Ende Mai

In Österreich sind von Mittwoch auf Donnerstag 452 Neuinfektionen mit dem Coronavirus hinzugekommen. Das sind so viele positive Tests innerhalb von 24 Stunden wie seit 29. Mai nicht. Eine weitere Infizierte Person starb, damit hat die Pandemie landesweit bisher 10.730 Menschenleben gefordert. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen verschärft das Land Salzburg punktuell die Corona-Maßnahmen. Die sich unterschiedlich darstellende Corona-Situation im Land spiegelt sich auch bei der Corona-Ampel wider.

mil/Agenturen

Im Burgenland kamen zwei Infizierte hinzu, in Kärnten 21 und in Niederösterreich 56. Oberösterreich meldete 47 weitere Ansteckungen, Salzburg 95 und die Steiermark 60. In Tirol waren es 32 Neuinfektionen, in Vorarlberg 16 und in Wien 123.

Salzburg höchste Inzidenz

Was die Sieben-Tages-Inzidenz - die Anzahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner - anlangt, lag diese am Donnerstagnachmittag österreichweit bei 28,3. Die epidemiologische Lage gestaltet sich in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Deutlich über dem Schnitt liegt Salzburg mit einer aktuellen Inzidenz von 72,8, die Bundeshauptstadt Wien hält aktuell bei 38,6, Vorarlberg bei 32,6. Die geringste Sieben-Tages-Inzidenz weist das Burgenland mit 10,1 auf, unter 20 liegen auch noch Niederösterreich (14,3) und Kärnten (19,4).

In einigen Bezirken ist bei der Sieben-Tages-Inzidenz eine durchaus besorgniserregende Entwicklung festzustellen. Das gilt vor allem für den Pinzgau. Im flächenmäßig größten Salzburger Bezirk ist diese von 165,6 am Dienstag binnen 48 Stunden auf nunmehr 195,1 gestiegen. Der Pongau hält auch bereits wieder bei einer Inzidenz von 127,8 - am Dienstag lag diese noch bei 77,4 und somit deutlich unter 100. Österreichweit die zweithöchste Inzidenz weist Osttirol auf - der Bezirk Lienz kletterte binnen 48 Stunden von 112,7 auf nunmehr 139,8. Eine Inzidenz über 50 haben auch wieder die Bezirke Hermagor in Kärnten (88,6) und Graz-Umgebung in der Steiermark (57,6) erreicht.

Land Salzburg verschärft punktuell Maßnahmen

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen verschärft das Land Salzburg punktuell die Corona-Maßnahmen. In Hochinzidenzgemeinden - das sind aktuell Unken, Lofer und St. Martin bei Lofer im Saalachtal und Großarl im Pongau - sollen kommende Woche offene Impfstraßen möglichst viele ungeimpfte Bewohner zu einer Immunisierung bewegen. In Großarl wird wie in Wien die FFP2-Maskenpflicht weiterhin im gesamten Handel gelten. Die entsprechende Verordnung ist für Freitag angekündigt.

Das Land rät Veranstaltern, die Inzidenzen in ihren Gemeinden oder Bezirken im Auge zu behalten und Veranstaltungen bei hohem Infektionsgeschehen sicherheitshalber abzusagen. „In Unken wurde der Kirtag am kommenden Sonntag abgesagt“, sagte der Sprecher des Landes. Die Gesundheitsbehörden appellieren auch an die Bevölkerung, beim Contact Tracing alle Daten rasch und vollständig bekannt zu geben. „Das ist neben dem Impfen die effiziente Methode gegen die Ausbreitung des Virus.“

Der Corona-Cluster rund um ein Nachtlokal in Kaprun (Pinzgau) umfasst laut Land weiterhin 60 Infizierte. „Wir haben hier noch keine genauen Zahlen“, in Unken seien 20 Personen von einem Cluster betroffen. „Aufgrund er beiden Cluster sind derzeit rund 500 Personen abgesondert. Wir rechnen damit, dass diese Zahl noch ein wenig wachsen wird. Weil alle Kontaktpersonen isoliert sind, sollten sie dann aber weitgehend eingedämmt sein“, sagte der Sprecher.

Leichter Rückgang bei Spitals- und Intensivpatienten

Seit Ausbruch des Coronavirus gab es in Österreich 655.197 positive Testergebnisse. 640.202 Personen haben eine Infektion wieder überstanden. Damit sind 4.265 Betroffene noch als aktive Fälle registriert, vor einer Woche waren es noch weniger als 2.700. Die Zahl der Spitals- und Intensivpatienten ist innerhalb der vergangenen sieben Tage von 109 bzw. 33 leicht zurückgegangen. Todesfälle kamen in diesem Zeitraum insgesamt drei hinzu.

64.217 Impfungen wurden am Mittwoch österreichweit verabreicht. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.183.408 Menschen hierzulande zumindest eine Teilimpfung erhalten, das sind 58 Prozent der Bevölkerung. 4.180.026 und somit 46,8 Prozent der Einwohner Österreichs sind vollimmunisiert.

Unterdessen erreichte Niederösterreich mit knapp 850.000 Personen einen Vollimmunisierungsgrad von 50,3 Prozent in seiner Bevölkerung. Damit gesellt sich das Bundesland zum Burgenland (52,9 Prozent) und zur Vorarlberg (51,5) als drittes Land mit einem vollständigen Schutz von mehr als der Hälfte der Einwohner hinzu.

Bei den zumindest erstgeimpften Personen ist die Durchimpfungsrate ebenfalls im Burgenland mit 64,9 Prozent am höchsten. In Niederösterreich sind 61,1 Prozent der Bevölkerung geimpft, in der Steiermark 57,9 Prozent. Nach Tirol (57,8), Vorarlberg (57), Wien (55,9), Kärnten (55,1) und Salzburg (54,4) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 54,3 Prozent mit zumindest einem Stich.

Corona-Ampel: Salzburg schnuppert an „Rot“

Die sich unterschiedlich darstellende Corona-Situation im Land spiegelt sich bei der Corona-Ampel wider. Für Salzburg hat die Ampel-Kommission schon hohes Ansteckungsrisiko festgestellt, also die Farbe orange. Mittleres Risiko gibt es in der gelben Zone, in die Wien und Vorarlberg eingeordnet wurden. Der Rest des Landes ist gelb-grün, das Risiko also gering.

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