Corona-Pandemie

Steigende Zahlen in Frankreich, Gastrobesuche nur mit Gesundheitspass

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern immer weiter an. Wie die Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten, wurden binnen 24 Stunden 498 Covid-19-Kranke neu aufgenommen. Damit lagen insgesamt 8.685 Corona-Patienten in den französischen Krankenhäusern - 25 Prozent mehr als vor gut drei Wochen, als mit rund 6.900 Patienten ein Tiefststand erreicht worden war.

red/Agenturen

Besonders stark hat in Frankreich den Angaben zufolge die Zahl der Covid-19-Patienten zugenommen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Mit 117 Patienten, die binnen 24 Stunden neu auf Intensivstationen aufgenommen wurden, liegt sie nun bei 1.556 - 81 Prozent mehr als beim Tiefststand von 859 Intensivpatienten am 21. Juli.

In Frankreich sind ab diesem Montag Restaurantbesuche und Zugreisen nur noch mit einem Nachweis über Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Test erlaubt. Die verschärften Gesundheitsregeln sollen für Personen über 18 Jahre bis Mitte November gelten. Gegen die umstrittenen Maßnahmen, mit denen Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gegen die steigenden Corona-Neuinfektionen kämpfen will, haben erst wieder am Wochenende über 200.000 Menschen landesweit demonstriert.

Der Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder negativen Test wird nun in Restaurants, Cafés, Zügen, Fernreisebussen, Flugzeugen, auf Messen und in Gesundheitseinrichtungen Pflicht. Der negative Test darf maximal 72 Stunden zurückliegen. Für Gesundheitspersonal tritt ab Montag eine Impfpflicht in Kraft. Der digitale Gesundheitspass wird bereits seit Mitte Juli in Kinos, Museen oder bei Großveranstaltungen verlangt.