Coronavirus

Wie sich die Spitäler wappnen

Die Krankenhäuser arbeiten mit laufenden internen Informationen, um gegebenenfalls gewappnet zu sein, sollte bei ihnen ein Corona-Verdachtsfall aufschlagen. Hauptintention ist es, dass die Auslösung einer Infektionskette verhindert wird, sagte ein KAV-Sprecher zu einem entsprechenden Papier. Ganz ähnlich wird bei internen sogenannten Influenza-Statusinformationen vorgegangen.

red/Agenturen

„Solche internen Anweisungen gibt es natürlich. Sie dienen dem adäquaten Umgang mit potenziellen Verdachtsfällen“, sagte der Sprecher des Krankenanstaltenverbundes (KAV). Einträge des Coronavirus in Krankenhäuser - wie dies in Italien der Fall gewesen sein dürfte - sollen verhindert werden.

Es geht darum, dass Mitarbeiter laufend über festgelegte Vorgehensweisen informiert werden. So wird die Rettung mit einem Coronavirus-Verdachtsfall in Wien zum KFJ-Spital geschickt, das für solche Fälle vorgesehen ist. Stellt sich jemand persönlich bei einem Krankenhaus vor, etwa mit den Worten „es könnte Corona sein“, dann wird diese Person mit einer Maske versorgt, damit sie egal welche Virusinfektion nicht weiterverbreitet und in weiterer Folge nach Abfrage nach den Kriterien der Falldefinition an die Notfallambulanz gebracht, die wiederum ins KFJ-Spital liefert.

Mitarbeiter führen ihren Dienst nach einem solchen Verdachtsfall weiter. Sie haben eine persönliche Schutzausrüstung und müssen eine zu führende Kontaktliste immer sofort ergänzen. „Unmittelbar nach Exposition und für den nächsten Stunden ist ein Exponierter nicht infektiös“, heißt es in der Statusinformation. Eine eventuell später notwendige Quarantäne werde von den Gesundheitsbehörden angeordnet.

Zusätzlich steht wie bei einer Grippewelle ein extra Reinigungsdienst rund um die Uhr zur Verfügung. Täglich vor Dienstbeginn und zum Dienstschluss soll das KAV-Intranet auf neue Infos und Vorgaben überprüft werden. Die Krankenhaushygiene führt zudem laufend Schulungen zum Coronavirus in den Ambulanzen an Ort und Stelle durch.