Versicherungen

Aktuell kaum Auswirkungen durch Covid-19

Österreichs Versicherungen haben bezüglich der Auswirkungen des neuartigen Coronavirus aktuell eine eher abwartende Haltung. „Aus heutiger Perspektive können wir sagen, dass wir mit Stand gestern keine großen Leistungsfälle aus dem Thema erwarten“, sagte der Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes, UNIQA-Österreich-Chef Kurt Svoboda, Donnerstagvormittag in einer Pressekonferenz.

red/Agenturen

Größere Auswirkungen als auf der Leistungsseite könnte es angesichts fallender Aktien- und Anleihenkurse aber auf der Veranlagungsseite geben. Grundsätzlich sei bei Pandemien die Anlageseite höher betroffen - „wir sind noch nicht im Pandemiestatus“.

Privat Krankenversicherte erhalten, wenn sie in Quarantäne sind, Taggeld, sofern es der Vertrag vorsieht. Es gibt bei Quarantäne keine Sonderklasse. Versicherungen, die von Zahlungen bezüglich der neuartigen Lungenerkrankung Covid-19 betroffen sind, sind laut VVO neben der Krankenversicherung auch Reisestornoversicherungen und die Ablebensversicherung. Für Unternehmen gibt einzelne Produkte, die in der Betriebsunterbrechungsversicherung auch Unternehmens- und Werksschließungen abdecken sowie Kreditversicherungen für Unternehmen. Es sei ein normaler Versicherungsfall und es gebe auch keinen Unterschied zwischen Epidemie und Pandemie, hieß es heute.

Die Versicherungswirtschaft selbst habe verschiedene Maßnahmen ergriffen, wie Verbote von Dienstreisen bis hin zum Home-Office für Mitarbeiter, die in betroffenen Regionen waren. Bei der UNIQA sind Dienstreisen eingeschränkt und in Länder, in denen es Fälle gibt, verboten. Generell werde empfohlen bei Dienstreisen zurückzustecken. Mitarbeiter, die aus Ländern kommen, in denen es Fälle gibt, müssen zwei Wochen von zu Hause aus arbeiten.