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Coronavirus

Über 2000 Infektionsfälle in Südkorea, China weiterhin mit steigenden Zahlen

In Südkorea weitet sich die Coronavirus-Epidemie weiter stark aus. Die zuständige Gesundheitsbehörde gab am Freitag 315 Neuinfektionen bekannt. In den vergangenen 24 Stunden infizierten sich den Angaben zufolge insgesamt 571 Menschen mit dem Erreger. Die Gesamtzahl bestätigter Ansteckungsfälle stieg damit auf 2.337, die Zahl der Toten liegt bei 13.

 

red/Agenturen

Die Mehrzahl der neuen Fälle konzentriert sich weiter auf die südöstliche Millionen-Stadt Daegu und die umliegende Region. Seitdem die Regierung am vergangenen Sonntag die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen hatte, versuchen die Behörden vor allem, die Ausbreitung in Daegu einzugrenzen.

Allein 182 Neu-Infizierungen wurden in Daegu erfasst, wo es die größte Anhäufung von Fällen unter Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu gibt. Mehr als die Hälfte aller Fälle im Land entfällt auf Mitglieder der Organisation. Die Behörden untersuchen, ob die Infektionen unter den Anhängern möglicherweise von einem sogenannten Superverbreiter ausgingen. Die Regierung will die geschätzten mehr als 200.000 Mitglieder der Sekte im Land auf das Virus testen zu lassen.

China mit 79 000 Infektionsfällen

In China ist unterdessen die Zahl der Todesopfer durch die Lungenkrankheit Covid-19 und mit dem Coronavirus Infizierten weiter gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag mitteilte, kamen landesweit 327 nachgewiesene Covid-19-Erkrankungen hinzu, womit die Gesamtzahl der offiziell bestätigten Fälle auf dem chinesischen Festland bei fast 79.000 liegt.

Die Zahl der Toten kletterte um 44 Opfer auf 2.788. Mit 318 Infektionen und 41 Todesopfern kamen erneut die meisten Fälle aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich in der Millionenmetropole Wuhan ausgebrochen war.

In der Volksrepublik China, dem Ausgangspunkt der Epidemie, geht zumindest die Zahl der Neuansteckungen mittlerweile zurück. Am Freitag teilte die Regierung in Peking mit, dass weitere 327 Menschen infiziert seien - dies war der niedrigste tägliche Anstieg seit mehr als einem Monat.