Coronavirus

Caritas setzt gegen Einsamkeit zu Ostern auf "Distant Socializing"

Die Caritas bietet über die heuer unter besonderen Umständen stehenden Osterfeiertage verstärkt Zeit zum Plaudern an. Seit Dienstag sind die Leitungen von Österreichs „erster Telefonnummer gegen Einsamkeit“ (05/1778-100) offen, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen in Corona-Zeiten falle vielen Menschen die Decke über Ostern besonders auf den Kopf.

red/Agenturen

Die Caritas will „Social Distancing“ ein „Distant Socializing“ entgegenstellen. Die Community „füreinand“ soll dafür Impulse geben. Das „Plaudernetz“ (www.plaudernetz.at) bringt Leute, die jemanden zum Reden suchen, nach dem Zufallsprinzip telefonisch zusammen. Auch gibt es über die Plattform „füreinand“ die Möglichkeit, als Teil einer Community Gutes zu tun.

Darüber hinaus regt die Caritas an, traditionell vorzugehen. Zu Ostern könne man Familienangehörige auch mit Osterpackerln überraschen, die man verschickt oder gegebenenfalls vor die Tür legt. Auch die Nachbarn könne man so positiv überraschen.

„Einsamkeit ist ein Tabuthema, das das Leid der Betroffenen oftmals noch größer macht. Schon vor der Corona-Krise war es eine Zivilisationskrankheit in westlichen Gesellschaften“, meint Caritas-Präsident Michael Landau. Durch die Krise werde das Problem der Einsamkeit nun weiter verschärft. Vor allem ältere Menschen hätten Angst, einsam zu sein. „Es ist aber keine Frage des Alters. Leider sind auch junge Menschen betroffen“, berichtet Landau. In Österreich fürchten sich demnach zwei Drittel der Bevölkerung davor, einsam zu sein.