Coronavirus

USA mit über 100.000 Todesopfern, Italiens Krankenhäuser atmen langsam auf

In Italien sind innerhalb von 24 Stunden von Dienstag auf Mittwoch 117 Corona-Todesfälle gemeldet worden. Am Vortag waren es mit 78 deutlich weniger, teilte der italienische Zivilschutz mit. Die USA vermeldeten unterdessen über 100.000 Todesopfer, konkret 100.442 Menschen.

red/Agenturen

Die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Krise in Italien vor drei Monaten überschritt somit die Schwelle von 33.000 Opfern auf insgesamt 32.072, jene der aktiv Infizierten lag bei 50.966. Die Zahl der Covid-19-Patienten in Italiens Spitälern sank auf 7.729, jene der Patienten auf den Intensivstationen fiel auf 505, das sind 16 weniger als am Vortag. In Heimisolation befanden sich noch 42.732 Personen. 147.101 Infizierte sind inzwischen genesen.

In der Lombardei, dem Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs in Italien, wurden innerhalb von 24 Stunden 58 Tote gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der dort Verstorbenen auf 15.954. Die Zahl der aktuell Infizierten lag in der gesamten Region bei 24.037, jene der Covid-19-Kranken in den lombardischen Spitälern sank auf 3.626 Personen. Auf der Intensivstation lagen noch 175 Patienten.

USA von Stabilisierung weit entfernt

Die USA haben indes den sechsstelligen Bereich bei den an Sars-CoV2 Verstorbenene erreicht. Noch vor einigen Wochen war das Institut IHME der Universität Washington in Seattle davon ausgegangen, dass sich die Opferzahl in den USA im Hochsommer bei etwa 90.000 stabilisieren würde. Mittlerweile gehen die IHME-Wissenschaftler davon aus, dass die Zahl der Toten in den USA bis Anfang August auf rund 132.000 ansteigen könnte. Das IHME-Modell wird immer wieder aktualisiert - auch, weil die US-Bundesstaaten Eindämmungsmaßnahmen inzwischen lockern.

Die Weiße Haus hat das IHME-Modell mehrfach für seine eigenen Prognosen herangezogen. Trump selber hatte zu Monatsbeginn gesagt, er hoffe, dass die Zahl der Toten in den USA unter 100.000 bleiben würde. Mitte April hatte Trump erklärt, seine Regierung rechne mit 60.000 bis 65.000 Toten infolge der Coronavirus-Epidemie in den USA.

Wissenschaftler des Imperial College in London, deren Prognosen Trump in der Krise wiederholt zitiert hat, warnten bereits am vergangenen Donnerstag, das Virus sei in den meisten US-Bundesstaaten noch nicht unter Kontrolle. Sollte die Mobilität von Menschen in den USA ohne weitere Kontrollmaßnahmen wieder zunehmen, sei mit einem bedeutenden Wiederaufflammen der Epidemie zu rechnen. Schätzungen zufolge könnte sich die Zahl der Toten dann binnen zwei Monaten mehr als verdoppeln.

 

 

 

WEITERLESEN: