Coronavirus

Rendi-Wagner für mehr Tests und Digitalisierung

SPÖ-Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner hat bei einer Pressekonferenz am Donnerstag eine „effiziente und schnelle Virusbremse“ eingefordert, um eine zweite Welle der Corona-Pandemie in Österreich zu verhindern. Als zentrale Forderung urgierte Rendi-Wagner erneut mehr und schnellere Tests. „Einen neuerlichen Shutdown können wir uns schon rein wirtschaftlich nicht leisten“, sagte die Klubobfrau.

red/Agenturen

Angesichts der derzeitigen Situation mit steigenden Fallzahlen in einzelnen Clustern sei zwar keine Panik angebracht, sehr wohl aber „große Achtsamkeit“. „Ein österreichweiter Ausbruch muss verhindert werden“, sagte Rendi-Wagner. Im Gegensatz zur ersten Welle sei man aber jetzt besser auf das Virus vorbereitet.

Als wichtigste Maßnahme forderte die Klubobfrau mehr und schnellere Tests. „Wer aufmacht, muss testen“, so Rendi-Wagner. Als Minimum sollten 15.000 Tests am Tag durchgeführt werden. Beim Contact-Tracing sollten zudem sämtliche Personen auf das Virus getestet werden, die mit einem Infiziertem Kontakt hatten. Das derzeitige Vorgehen der Behörden, Kontaktpersonen nur im Falle von Symptomen zu testen, sei „der falsche Weg“, da bei vielen Infizierten die Krankheit unbemerkt verläuft. Diese könnten aber andere Menschen unwissentlich anstecken.

Auswertung digital statt auf Postweg mitteilen

Um zu schnelleren Ergebnissen zu kommen, sollten zudem die Amtsärzte, die die Tests durchführen, massiv aufgestockt und die Auswertung auf digitalem Weg bereitgestellt werden - anstatt wie bisher unter weiterem Zeitverlust auf dem Postweg. Dies dauere zusätzliche ein bis zwei Tage, „die wir uns nicht leisten können“. Zudem forderte Rendi-Wagner eine österreichweite Corona-Stabsstelle im Gesundheitsministerium, die die Maßnahmen zur österreichweiten Pandemiebekämpfung zentral steuert.

Auch wenn bei der derzeitigen Situation eine neuerliche Maskenpflicht noch nicht angebracht ist, sprach sich die SPÖ-Klubobfrau doch dafür aus an neuralgischen Orten - wie etwa Supermärkten - gratis und niederschwellig Masken zur Verfügung zu stellen. „Ich bin überzeugt, dass das viele Menschen in Anspruch nehmen würden“, sagte Rendi-Wagner.