Gefahr Kohlenmonoxid: Wien warnt vor Einsatz mobiler Klimaanlagen

Die ersehnte Abkühlung kann lebensgefährlich sein: Werden mobile Klimaanlagen unsachgemäß in Wohnungen verwendet, kann der Betrieb von Gasgeräten wie Thermen oder Durchlauferhitzer beeinträchtigt werden. Davor haben am Montag die Wiener Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) und die Innung der Wiener Rauchfangkehrer gewarnt.

red/Agenturen

Erst am Freitag hatte ein mobiles Klimagerät einen Kohlenmonoxidunfall in der Klosterneuburger Straße in Wien-Brigittenau verursacht. Ein Vater und seine beiden Kinder im Alter von neun und 13 Jahren mussten mit Vergiftungen ins Spital geflogen werden.

Wie Christian Leiner, der Innungsmeister der Wiener Rauchfangkehrer, betonte, enden derartige Unfälle immer wieder auch tödlich. Das vom Gasgerät produzierte und dann durch das Klimagerät in den Wohnraum gesaugte Abgas beinhalte Kohlenmonixid (CO) - das geruchlose, farblose, aber hochgiftig sei. Konkret saugt das Klimagerät warme Luft aus den Wohnräumen ab, um einen Teil davon abgekühlt wieder rückzuführen. Als Nebenprodukt entsteht heiße Luft, die durch einen Schlauch nach außen abgelassen wird.

Geräte saugen Abgase in den Wohnraum

Durch diesen Vorgang kommt es zu einem ungleichen Verhältnis von Zu- und Abluft, warnen die Rauchfangkehrer. Anstatt in den Rauchfang zu gelangen, saugt somit das Klimagerät die Abgase in die Wohnräume. Bei einem schlechten Wartungszustand des Gasgerätes kann es schon binnen weniger Minuten zu Vergiftungssymptomen wie Übelkeit und Schwindel kommen. Oft passieren derartige Unfälle beim Duschen.

Der gleichzeitige Betrieb von mobilen Klimageräten und raumluftabhängigen Gasthermen und Gasdurchlauferhitzer sei damit „unbedingt zu unterlassen“, hieß es. Vor der Anschaffung eines Klimagerätes solle man generell einen Rauchfangkehrer kontaktieren, der die Verwendung der Anlage prüfen könne, wurde betont.