Corona: 500 Mitglieder einer Freikirche im Rheinland betroffen

Nach der Corona-Infektion einer kompletten zwölfköpfigen Familie in Euskirchen im deutschen Rheinland hat das zuständige Gesundheitsamt Quarantäne für rund 500 Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde angeordnet. Nach Angaben eines Behördensprechers von Dienstag sind alle Mitglieder der Euskirchener Mennoniten-Gemeinde betroffen, einer evangelischen Freikirche, der die Familie angehört.

red/Agenturen

Nach der Familie sollen alle Gemeindemitglieder noch diese Woche auf das Virus getestet werden, hieß es. Zunächst sei die Mutter mit Krankheitssymptomen ins Krankenhaus gekommen und positiv getestet worden, sagte ein Behördensprecher. Bei der weiteren Testung habe sich gezeigt, dass die ganze Familie mit dem Virus infiziert sei. „Die Kinder sind vorher noch in die Schule gegangen, in die eigene Schule der Mennoniten. Und die Familie ist wohl auch noch in den Gottesdienst in das Bethaus der Mennoniten gegangen“, sagte der Sprecher. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus verbreitet worden sei.

Die Szenerie ähnelt jener von evangelikalen Glaubensgemeinschaften in Oberösterreich vor einigen Tagen. In eng umgrenzten Gruppen mit gemeinschaftlichen Veranstaltungen kommt es leicht zu Infektionsketten. Das gilt de facto für alle übertragbaren Erkrankungen.