Coronavirus

EU-Kommission setzt auf Blutplasma von Genesenen

Die Europäische Union will zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie Blutplasma von Genesenen einsetzen und hat deshalb die Mitgliedsstaaten um Unterstützung gebeten. Die Behörden der 27 Mitgliedsstaaten sollen ihre Plasma-Bestände von Rekonvaleszenten aufstocken, geht aus einem Papier der EU-Kommission hervor.

red/Agenturen

Das Plasma wird aus dem Blut von Patienten gewonnen, welche Covid-19 überstanden haben. Die Behandlung von Covid-19-Kranken mit diesem Plasma hat mehrfach positive Ergebnisse gezeigt. Solche Therapien gegen Infektionskrankheiten gibt es seit einem Jahrhundert. Sie gehen allerdings auch mit einem Komplikationsrisiko (z.B. andere Infektionen) einher.

Nach den Plänen der EU-Kommission soll die Maßnahme finanziell gefördert werden. Die Mittel dafür könnten aus dem Topf des Emergency Support Instrument (ESI) bereitgestellt werden. Mit ihnen könnte Material beschafft werden, um das Plasma einzusammeln, zu lagern und zu testen. Es stehe aber noch nicht fest, ob auf den Topf zugegriffen werden könne. Von der Kommission war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.