Coronavirus

Aktuell 39 Personen in Tirol infiziert

In Tirol sind in den vergangenen 24 Stunden vier weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Da es im selben Zeitraum ebenso viele Personen gab, die wieder als genesen galten, blieb die Zahl der aktuell Infizierten bei 39. Diese Zahlen gingen am Mittwochabend vom Dashboard des Landes hervor.

red/Agenturen

Einen Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus gab es in Tirol indes seit dem 22. Mai nicht mehr. Im Bundesland wurden bisher 94.385 Tests durchgeführt. Die meisten Fälle gab es aktuell in der Landeshauptstadt Innsbruck mit 19, gefolgt vom Bezirk Innsbruck-Land mit acht Fällen. In den Bezirken Reutte und Imst gab es keinen einzigen positiven Fall. In den Krankenhäusern waren nach wie vor zwei Corona-Patienten untergebracht. Intensivmedizinische Behandlung benötigte niemand mehr.

Landesaufruf nach Neuinfektionen

Erst am Dienstag hat das Land Tirol jedoch einen öffentlichen Aufruf gestartet, nachdem am Wochenende vier Personen der Gemeinde Navis und eine Person in Matrei (Bezirk Innsbruck-Land) positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Zwei der Infizierten nahmen noch am Donnerstag davor an einer Schulabschlussveranstaltung der vierten Klasse der Neuen Mittelschule (NMS) Matrei teil.

Diese Veranstaltung fand im „direkten Umfeld“ des Gasthauses Kirchenwirt in Navis statt, hieß es. Wer bei dem Schulfest war, sei weitgehend bekannt. Trotzdem werde nun zur Sicherheit ein öffentlicher Aufruf gestartet. All jene, die sich Donnerstagnachmittag bzw. -abend in dem Gasthaus aufhielten, sollen auf ihren Gesundheitszustand achten. Beim Auftreten von Symptomen solle die Gesundheitshotline 1450 oder ein Hausarzt kontaktiert werden.

Im Zuge der Nachverfolgung dieser Fälle wurden bereits mehr als hundert Tests durchgeführt, darunter auch Schüler und Lehrer. Bei den fünf infizierten Personen in Navis und Matrei wurden 67 enge Kontaktpersonen identifiziert, entsprechende Absonderungsbescheide lägen vor, so die Behörde. Diesbezügliche Testergebnisse fielen bisher negativ aus.

 

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Ab Herbst soll es im Land Tirol ein Frühwarnsystem mit Abwasserproben geben. Mit Hilfe der Proben will man Aufschluss über Viruslast in der Bevölkerung bekommen.
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