Salzburg

Digitales Gästebuch für Contact Tracing in Gastronomie

In der Stadt Salzburg können Gäste von Gastronomiebetrieben freiwillig ihre Kontaktdaten mittels einer App für einen möglichen Corona-Ernstfall hinterlegen. In vier Restaurants kommt dieses digitale Gästebuch zur Erleichterung eines Contact Tracing bereits zur Anwendung. Nach dem Auftreten eines neuen Covid-Clusters in zwei Polizeiinspektionen in der Stadt Salzburg sind zudem knapp über 100 Exekutivbeamte getestet worden. 

red/Agenturen

„Ihre Gesundheit ist uns wichtig“ – dieser Slogan auf kleinen Tischaufstellern in Salzburger Lokalen weist auf einen QR Code zur Registrierung in das digitale Gästebuch ihn. Die Gäste geben im Browser ihres Mobilgerätes die Internetadresse ein oder scannen diese als QR Code. Anschließend füllen sie den Fragebogen online auf ihrem Smartphone oder Tablet aus und geben Daten wie Tischnummer, Name und Telefonnummer ein. Alternativ dazu kann auch der Wirt die Daten auf Ersuchen des Gastes digital notieren.

Besteht der Verdacht, dass ein Gast an dem Coronavirus erkrankt ist, kann der Lokalbetreiber die Daten die Behörden weitergeben, um abzuklären, ob für Personen, die an dem gleichen Tag wie der Infizierte das Lokal besucht haben, eine Ansteckungsgefahr bestanden hat.

Entwickelt hat die App mit dem digitalen Gästebuch der Salzburger IT-Experte Jens Reindl. „Die Daten sind verschlüsselt abgespeichert und können nur vom Account-Besitzer eingesehen werden“, erklärte er. Mit dieser Eigenregistrierung gewinne der Gastronomiebetrieb im Ernstfall wertvolle Zeit, weil die Gesundheitsbehörden rasch ermitteln könnten, wer sich wann und wo im Lokal zeitgleich aufgehalten hat.

Polizei-Cluster in Salzburg: Auswertung der Proben verzögert sich

Nach dem Auftreten eines neuen Covid-Clusters in zwei Polizeiinspektionen in der Stadt Salzburg sind am Dienstagnachmittag knapp über 100 Exekutivbeamte getestet worden. Allerdings verzögert sich die Auswertung der Proben. Grund dafür ist ein technischer Defekt im Labor, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die Ergebnisse dürften damit wohl erst am Donnerstag zur Verfügung stehen.

Fest steht, dass die Zahl der positiv getesteten Polizisten aber mittlerweile auf fünf gestiegen ist, wie ein Sprecher der Polizei bestätigte. So ist das Virus nun auch bei jenem Beamten nachgewiesen worden, der bereits Krankheitssymptome zeigte. Ein weiterer Kollege habe sich in seinem Wohnsitzbezirk in Oberösterreich testen lassen und ebenfalls ein positives Ergebnis bekommen.

Die beiden betroffenen Polizeiinspektionen am Hauptbahnhof und im Stadtteil Itzling wurden am Dienstag vorübergehend geschlossen und alle dort Beschäftigten außer Dienst gestellt. Die Räume und die Polizeiautos der Dienststellen wurden desinfiziert, die Aufgaben der beiden Posten werden zwischenzeitlich von umliegenden Polizeiinspektionen wahrgenommen.

„Wir gehen aber davon aus, dass beide Inspektionen im Notbetrieb bald wieder starten können“, sagte Stadtpolizeikommandant Manfred Lindenthaler gestern. Um sich einen guten Überblick verschaffen zu können, müsse man aber auf die ersten Testergebnisse warten.