81 neue Fälle in Wien - Weiter keine auffälligen Cluster

Starker Anstieg: Die Zahl der Neuinfektionen ist am Mittwoch laut Innenministerium österreichweit auf 173 gestiegen, wobei Wien mit 81 fast die Hälfte der Fälle verzeichnete. Trotz der vergleichsweise recht hohen Tageszunahme gibt es aber in der Bundeshauptstadt weiterhin keinerlei auffällige Cluster-Bildungen, sagte ein Sprecher des medizinischen Krisenstab.

red/Agenturen

Die meisten Ansteckungen passierten nach wie vor innerhalb von Familien bzw. in Betrieben. Reiserückkehrer machten einen eher geringen Anteil aus. Unter den dabei positiv Getesteten seien aber doch recht viele Einreisende aus Serbien zu verzeichnen, sagte der Sprecher.

Insgesamt gab es bei den positiven Fällen zuletzt einen leichten Anstieg. So lagen die durchschnittlich entdeckten Covid-19-Fälle in der vergangenen Kalenderwoche bei 43,7 pro Tag, in dieser liegen sie bisher bei täglich 48. Allerdings betonte der Krisenstab in einer Aussendung, dass im gesamten Juli bei 96,7 Prozent der neuen positiven Befunde die Infektionsquelle nachvollzogen werden konnte.

In der Aussendung des Krisenstabs wurde zudem darauf hingewiesen, dass rund zwei Drittel (65,8 Prozent) aller bisher im Monat Juli entdeckten Infektionen auf die Wiener Teststrategie zurückzuführen seien. Dabei werden auch alle engen Kontaktpersonen von Infizierten automatisch getestet - auch wenn sie keinerlei Symptome aufweisen. „So konnte in den letzten drei Monaten 1.553 positive Fälle gefunden werden, die sonst unentdeckt geblieben wären. Die Kontaktpersonen befanden sich zum Zeitpunkt der Testung alle bereits in Quarantäne“, hieß es.

Tests rund um Verteidigungsministerium-Cafeteria negativ

Ein Coronavirus-Verdachtsfall in der Cafeteria des Verteidigungsministerium hat sich am Mittwochnachmittag nicht bestätigt. Die bei einer Mitarbeiterin sowie ihrem Sohn durchgeführten Tests waren negativ, sagte Ressortsprecher Michael Bauer gegenüber der APA. Die vorsorglich geschlossene Cafeteria im Amtsgebäude Rossau in Wien soll demnach am Freitag wieder geöffnet werden.

Die Mitarbeiterin hatte ihren Sohn am vergangenen Wochenende aus einem Sommerlager abgeholt, wo es offenbar zu Verdachtsfällen gekommen war. Am Montag stellten Mutter und Sohn selbst Symptome fest und informierten das Ministerium. Im Amtsgebäude gibt es eine Truppenküche, die von 90 Prozent der Mitarbeiter besucht wird, und eben die Cafeteria, die normalerweise die restlichen zehn Prozent verköstigt.