Coronavirus

Quarantäne im obersteirischen Wald am Schoberpass

Im obersteirischen Wald am Schoberpass im Bezirk Leoben hat sich in den vergangenen Tagen ein kleinerer Coronavirus-Cluster gebildet. Nach dem Stand Mittwochmittag sind 16 Menschen positiv getestet worden, rund 50 seien in Quarantäne. Im gesamten Bezirk Leoben gab es bisher 47 Infizierte, in den vergangenen 24 Stunden laut Landesstatistik vier Neu-Infizierte.

red/Agenturen

Laut Bezirkshauptmann Markus Kraxner sei nur eine Personen in einem Krankenhaus im Behandlung, alle anderen würden milde Verläufe der Erkrankung zeigen. Die Infektionen dürften auf eine Urlauberfamilie aus Wien zurückzuführen sein, die in Wald - einem klassischen Sommerfrische-Ort mit einem Badesee und vielen Wandermöglichkeiten - Urlaub machte. Der erste Fall trat am 22. Juli auf. Auch zwei Familien aus Salzburg, die in dem rund 550-Einwohner-Ort im Palten-Liesing-Tal Urlaub machten, sollen nun in ihrer Heimatstadt in Quarantäne sein.

Kraxner zufolge sind weitere Infektionen nicht ausgeschlossen. Einige der Bewohner hatten sich in den vergangenen Tagen privat testen lassen, andere wiederum wurden seitens der Behörde getestet. Kontaktpersonen werden kontaktiert und in Quarantäne geschickt. Die meisten der bisher rund 50 Menschen in Quarantäne leben in Wald, manche auch in angrenzenden Gemeinden, so Kraxner.

Einen „Lockdown“ der Gemeinde gibt es nicht. Am Mittwoch war etwa die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats geplant. Zwei Gasthäuser hätten von sich aus geschlossen, aber alle anderen - wie auch der Nahversorger - hätten geöffnet, schilderte der Bezirkshauptmann der APA.

 

 

Alleinige Quarantäne von Personen, die Kontakt mit Infizierten hatten, würde aber wahrscheinlich nicht ausreichen, um den Ausbruch von Covid-19 einzudämmen. Die Kombination mit anderen Maßnahmen wie 'Soziale Distanzierung' oder Schulschließungen zeigte größere Effekte als Quarantäne alleine.
Bisher gibt es 16 Infizierte in Wald am Schoberpass - rund 50 Personen sind nun in Quarantäne.
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