Sozialversicherung

Selbstständige mit stabilisierter Minuserwartung

Auch die Sozialversicherung der Selbstständigen weist in der aktuellen Gebarungsvorschau ein Minus für das Jahr 2020 aus. Mit 23 Mio. Euro hat sich der erwartete Wert gegenüber der Juni-Prognose (22 Mio. Euro) nur leicht erhöht. Vor der Coronakrise war die SVS noch von Bilanzüberschüssen bis 2023 ausgegangen.

red/Agenturen

SVS-Obmann Peter Lehner sprach in einer Aussendung am Freitag von einer „Stabilisierung in diesen fordernden Zeiten“. Verantwortungsvolles Wirtschaften und die langsame Erholung der österreichischen Wirtschaft ermöglichten diese Entwicklung. Für 2024 erwartet die SVS ein Minus von 32,4 Millionen Euro - bei einem Volumen von rund zwei Milliarden Euro in dieser Sparte. Die größten Ausgabenposten sind 559,4 Millionen Euro für die Finanzierung der öffentlichen Spitäler, 503,8 Millionen Euro für Ärztliche Hilfe und 383,2 Millionen Euro für Heilmittel.

Als „echten Managementerfolg“ bezeichnete der in der ÖVP verankerte SVS-Obmann die ausgeglichene Gebarung der Sparte Unfall, die mit dem Kassenumbau unter der türkis-blauen Bundesregierung für die Selbstständigen von der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) übernommen wurde. Dies zeige den großen Erfolg der Reform. „Mit optimierter Struktur und perfekten Prozessen erreichen wir sogar in diesen schweren Corona-Zeiten hohe Synergieeffekte“, erklärte Lehner.