Coronavirus

Lombardei zuversichtlich: „Höhepunkt der Epidemie erreicht“

Die Behörden der norditalienischen Region Lombardei, in der ein Teil-Lockdown herrscht, sind zuversichtlich: „Wir haben den Höhepunkt erreicht und befinden uns jetzt auf einem Plateau. Bald wird die Epidemiekurve sinken“, sagte der lombardische Präsident Attilio Fontana am Mittwoch.

red/Agenturen

Die Zahlen seien ermutigend, der Reproduktionswert sinke. Die Lombardei werde bis 27. November „rote Zone“ bleiben, danach könnten die Anti-Covid-Maßnahmen gelockert werden, meinte Fontana.

Laut dem Präsidenten von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS), Silvio Brusaferro, müsse Italien vor Weihnachten den Reproduktionswert unter 1 drücken. Dies sei wichtig, um die Krankenhäuser zu entlasten. Zuletzt lag der Reproduktionswert in Italien durchschnittlich bei 1,4, mit starken regionalen Unterschieden.

Der Präsident der Region Piemont, Alberto Cirio, rief die Bürger zu verantwortungsbewusstem Verhalten auf. „Ich mache mir wegen Weihnachten Sorgen. Wir wollen alle normale Weihnachtsfeiertage erleben, wir können uns jedoch nicht wie in den Sommermonaten verhalten. Ansonsten wird es im Jänner oder Februar zu einer Epidemiewelle kommen, und das können wir uns nicht erlauben“, sagte Cirio.

In Italien ist am Dienstag die Zahl der Todesopfer stark gestiegen. 731 Tote wurden gemeldet, am Vortag waren es noch 503. Das ist der höchste Stand seit 3. April. Somit beträgt ihre Zahl seit Beginn der Epidemie 46.464.

 

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