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Corona-Pandemie

Gesundheitsministerium dementiert Ablöse Auers

Gesundheitsministerium hat am Donnerstag Gerüchte über eine Ablöse des Covid-Sonderbeauftragten Clemens Martin Auer dementiert. Von personellen Konsequenzen unter Mitarbeitern zu schreiben sei „völlig absurd“, sagte eine Sprecherin von Minister Rudolf Anschober (Grüne) auf Anfrage der APA. Die „Kleine Zeitung“ hatte zuvor berichtet, dass Auer angesichts des verkorksten Impfstarts auf Drängen der Regierungsspitze abgezogen worden sein soll.

red/Agenturen

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Donnerstag Gerüchte über eine Ablöse von Clemens Martin Auer, dem Covid-Sonderbeauftragten in seinem Ressort, auch selbst dementiert. „Ich schätze die Arbeit dieses Teams sehr, das sind sehr, sehr engagierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und von daher gibt es null Notwendigkeit, auch nur irgendeine personelle Veränderung durchzuführe“, sagte Anschober auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Auer am Donnerstag.

Man habe im Gesundheitsministerium seit jetzt fast schon einem Jahr „eine gigantische Herausforderung“, erläuterte Anschober. „Dieses Gesundheitsministerium ist das Steuerungszentrum - mit Unterstützung vieler in dieser Republik - für die Bekämpfung der Pandemie. Das ist eine enorme Herausforderung für dieses Team in diesem Haus“, nahm der Minister seine Mitarbeiter vor Kritik in Schutz.

Auer selbst nahm bei der Pressekonferenz nicht zu dem Bericht der „Kleinen Zeitung“ Stellung, wonach er angesichts des verkorksten Impfstarts auf Drängen der Regierungsspitze abgezogen werden soll. Eine Sprecherin von Anschober hatte bereits vor der Pressekonferenz auf Anfrage der APA betont, dass von personellen Konsequenzen unter Mitarbeitern zu schreiben, „völlig absurd“ sei.

Nachdem vorhandene Impfdosen nicht gleich verimpft wurden, waren dem Vernehmen nach die ÖVP und vor allem Bundeskanzler Sebastian Kurz mit der Vorgangsweise unzufrieden. In einer Aussprache zwischen Kurz, Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) und Anschober soll dann am Dienstagabend festgelegt worden sein, dass doch vor dem ursprünglich festgelegten 12. Jänner der allgemeine Impfstart erfolgen soll.

Die Sprecherin Anschobers bekräftigte am Donnerstagvormittag die Aussagen ihres Ministers und von Kurz, dass der Impfstart nun vorgezogen wird. Man habe die Pilotphase abgewartet und diese habe man nun mit guten Erfahrungen abgeschlossen. Es sei dabei um die Logistik und Vorbereitung in Alters-und Pflegeheimen sowie die Verträglichkeit der Impfung gegangen. Hier habe es gute Rückmeldungen gegeben und deshalb können nun Impfungen vorgezogen werden, sagte Anschober. Ab Montag gehe die Impfung dann „wirklich in die Breite“. Es gebe schon mehr als 30.000 Vakzine-Reservierungen. Kurz hatte angekündigt, dass neben den Impfungen in Alters- und Pflegeheimen noch im Jänner nun auch über 80-Jährige geimpft werden sollen, die sich zu Hause befinden oder familiär betreut werden.

 

 

 

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