| Aktualisiert:
Coronavirus

Diese Woche vorerst 552 positive PCR-Tests an Schulen

Bei den PCR-Tests an den Schulen gab es in dieser Woche bisher 552 positive Ergebnisse (Vorwoche 487), das sind knapp 0,1 Prozent der 568.000 abgenommenen Tests von Montag und Dienstag. Die Zahlen aus Wien, wo zweimal pro Woche PCR-getestet wird, sind in den Daten allerdings noch nicht enthalten. Die Gesamtzahl wird daher erst am Freitag vorliegen, vergangene Woche hatten österreichweit insgesamt 1.020 PCR-Tests angeschlagen.

red/Agenturen

Konkret wurden aus Oberösterreich diese Woche 197 positive Fälle gemeldet (Vorwoche: 190), aus Niederösterreich 143 (89), aus der Steiermark 85 (100), aus Kärnten 44 (17), aus Salzburg 42 (36), aus Tirol 32 (30), aus dem Burgenland acht (acht) und aus Vorarlberg einer (17). Im Ländle wurde diese Woche erstmals nicht flächendeckend verpflichtend getestet - das westlichste Bundesland befindet sich anders als die restlichen Länder in der Schul-Sicherheitsstufe eins (geringes Risiko).

Derzeit sind in den acht Bundesländern, aus denen Daten vorliegen, keine Schule (Vorwoche: eine) sowie 74 Klassen (Vorwoche: 72) coronabedingt geschlossen.

Schulabmeldungen - bereits mehr als 500 „Rückkehrer“

Zahlreiche von der Schule abgemeldete Kinder sind in den Wochen seit Unterrichtsbeginn inzwischen wieder in die Klassen zurückgekehrt. Mehr als 550 abgemeldete Schüler haben sich mittlerweile wieder im regulären Schulbetrieb eingefunden, zeigt ein APA-Rundruf in den Ländern.

Den höchsten Anteil verzeichnete dabei Wien. Hier sind 353 Kinder zwischen sechs und 15 Jahren sechs Wochen nach Schulstart wieder in ihren Klassen zu finden. Das Büro des Wiener Bildungsstadtrats Christoph Wiederkehr (NEOS) bestätigte einen entsprechenden Bericht von „krone.at“. Dort wurde Bildungsdirektor Heinrich Himmer zitiert, der berichtete, dass Schulpsychologen jede Familie durchrufen. Auch wurden anonymisierte Fragebögen verschickt, um die Gründe für das Fernbleiben zu erörtern. In Wien gab es insgesamt 870 Abmeldungen zu Schulbeginn.

Viele „Rückkehrer“ gab es nicht unerwartet auch in jenen beiden Bundesländern, in denen auch die meisten Kinder abgemeldet wurden: In Oberösterreich mit mehr als 1.300 Abmeldungen wurden mittlerweile wieder 69 Kinder angemeldet, in Niederösterreich mit mehr als 2.000 Abmeldungen kamen 67 zurück. Anders dagegen in der Steiermark, wo mit rund 1.100 Kinder ebenfalls viele Abmeldungen zum häuslichen Unterricht verzeichnet wurden: Hier lag die Rückkehrerzahl nur im „niederen einstelligen Bereich“, hieß es aus der Bildungsdirektion.

Gemessen an der Zahl der Abmeldungen relativ viele Rückkehrer gibt es mit je 20 im Burgenland (250 Abmeldungen) und in Vorarlberg (370). In Salzburg (rund 400 Abmeldungen) kamen 13 Schülerinnen bzw. Schüler wieder zurück, in Tirol (rund 550 Abmeldungen) zehn und in Kärnten (rund 450 Abmeldungen) 18.

Insgesamt waren in Österreich rund 7.500 Kinder zum häuslichen Unterricht abgemeldet worden, das ist ein Prozent der Kinder bis zur neunten Schulstufe. Die Abmeldung musste bis zum Beginn des Schuljahrs erfolgen - eine Rückkehr in die Schule ist dagegen jederzeit möglich. Weder für die Abmeldung noch für die Rückkehr müssen Gründe angegeben werden. Da die Zahl der „Schulflüchtlinge“ sich gegenüber dem Vorjahr verdreifachte, liegen als Hauptgrund die Corona-Maßnahmen nahe. Umgekehrt wird in manchen Bildungsdirektionen nun vermutet, dass die Rückkehr vor allem erfolgt, weil sich viele Eltern mit dem häuslichen Unterricht überfordert sehen.