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Coronavirus

Erstmals über 100 Tote in Österreich binnen 24 Stunden

Erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie hat es in Österreich mehr als 100 Tote binnen 24 Stunden gegeben, insgesamt stieg die Zahl der Todesopfer auf mehr als 2.000. Seit Dienstagvormittag starben 109 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Infektion. Somit gibt es in Österreich bereits 2.054 Tote. Am Mittwoch wurden 7.091 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Patienten in Spitälern steigt weiter, geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor.

red/Agenturen

Im Schnitt kamen in der vergangenen Woche jeden Tag 7.044 Neuinfektionen hinzu. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug am Mittwoch 554.

682 Covid-19-Erkankte benötigten am Mittwoch intensivmedizinische Versorgung - 24 mehr als am Dienstag. Insgesamt mussten bereits 4.592 Menschen im Krankenhaus behandelt werden - 67 mehr als am Vortag. Insgesamt waren am Mittwoch österreichweit 76.896 Menschen bestätigt aktiv infiziert. Seit Beginn der Pandemie wurden 221.688 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. 142.738 gelten als genesen.

Wien mit 1.215 Neuinfektionen und 15 Todesfällen

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in der Bundeshauptstadt Wien binnen 24 Stunden hat am Mittwoch wieder einmal die 1.000er-Marke überschritten: 1.215 positive Testresultate wurden eingemeldet, teilte der medizinische Krisenstab der Stadt in einer Aussendung mit. Überdies sind 15 Menschen mit oder an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Bei den Verstorbenen handelt es sich um neun Frauen und sechs Männer. Die jüngste verstorbene Person wurde 49 Jahre alt, die älteste 92 Jahre. Damit sind in der Bundeshauptstadt nun 468 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen.

Bisher wurden in Wien insgesamt 50.438 Coronavirus-Infektionen registriert. Aktiv an der Infektion laborieren im Moment 15.561 Menschen. Wieder gesund sind 34.409 Personen.

Am gestrigen Dienstag wurden 7.617 Tests vorgenommen: Insgesamt wurden in Wien seit Beginn der Pandemie 745.683 Tests durchgeführt.

Drei Todesfälle in niederösterreichischen Spitälern

In Niederösterreichs Spitälern sind am Mittwoch drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermeldet worden. Nach Angaben von Bernhard Jany von der Landesgesundheitsagentur starben ein 81-Jähriger in Krems, ein 80-Jähriger in Stockerau und ein 77 Jahre alter Mann in Scheibbs. Die Gesamtzahl der Covid-19-Toten im Bundesland stieg somit auf 294 an.

15 Todesfälle in Oberösterreich

Oberösterreich hat am Mittwoch von 15 Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19 berichtet. Es handelt sich jeweils um Todesfälle am Dienstag oder Mittwoch. Die Betroffenen waren zwischen 63 und 89 Jahre alt. Am Dienstag waren zusammen mit nachgemeldeten Todesfällen insgesamt 18 veröffentlicht worden.

Die Zahl der Neuinfektionen lag am Mittwoch in Oberösterreich bei 1.700, am Tag davor waren es 1.230 gewesen. Damit sind aktuell (Stand 12.00 Uhr) 13.755 Personen infiziert, am Vortag waren es 13.637. Damit ist die Zahl der aktiven Fälle nach Rückgängen in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen. Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) kündigte an, das Land Oberösterreich künftig beim Contact-Tracing zu unterstützen.

Das Land Oberösterreich wird von jetzt zusätzlich gelieferten 20.000 Grippeimpfdosen rund 17.000 an die Apotheken weitergegeben, um die dortigen Wartelisten weiter abbauen zu können. Rund 3.000 werden für die Mitarbeiter in den oö. Alten- und Pflegeheimen und Einrichtungen nach dem Chancengleichheitsgesetz verwendet, kündigten LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) als Gesundheitsreferentin und Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) in einer Presseaussendung am Mittwoch an. Damit soll die Gefahr einer Doppelbelastung durch Corona und Grippe verringert werden.

In Oberösterreich sind heuer insgesamt 200.000 Dosen bestellt worden, im Vorjahr waren es 50.000. Sie sind unter anderem für zum Teil kostenlose Impfaktionen bei Personen über 65, für Kinder, die als Multiplikatoren gelten, sowie für Lehrer und Spitalpersonal geplant. Neben der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und der Apothekerkammer hat erstmals auch das Land selbst Impfstoff selbst bei der Bundesbeschaffungsagentur geordert.

Steiermark verzeichnet 23 Todesfälle

Die Landessanitätsdirektion Steiermark hat am Mittwoch 23 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit sind bisher 361 Frauen und Männer in der Grünen Mark an oder mit Covid-19 gestorben. Bis Mitternacht wurde 963 Neuinfektionen gemeldet. Derzeit sind 12.551 Menschen in der Steiermark aktiv mit dem Coronavirus infiziert, weitere 10.492 sind mittlerweile genesen, hieß es in der Aussendung der Kommunikation Steiermark.

Bei den neuen Todesfällen handelt es sich um zehn Frauen und 13 Männer. Von den steirischen Verstorbenen waren 184 Männer und 177 Frauen. Das älteste Todesopfer war Jahrgang 1919, der jüngste Verstorbene war Jahrgang 1980.

Drei Tote und 171 Neuinfektionen im Burgenland

Im Burgenland gibt es drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Eine 95-jährige Frau aus dem Bezirk Oberwart, ein 61-jähriger Mann aus dem Bezirk Güssing und eine 78-jährige Frau aus dem Bezirk Neusiedl am See sind an oder mit Covid-19 gestorben, gab der Koordinationsstab am Mittwoch bekannt. Seit Dienstag wurden 171 Neuinfektionen registriert.

Landesweit sind bisher 58 Todesopfer zu beklagen. Die Anzahl der aktuell infizierten Personen ist um 150 auf 2.034 zurückgegangen. Insgesamt wurden bisher 5.687 Fälle bestätigt, 3.595 Personen gelten als genesen. 111 Patienten werden im Spital behandelt, davon befinden sich 18 auf der Intensivstation. 3.222 Menschen, das sind um 117 weniger als am Dienstag, stehen im Burgenland unter behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne.

16 weitere Todesfälle im Bundesland Salzburg

Die Gesundheitsbehörden im Bundesland Salzburg haben am Mittwoch 16 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 in den vergangenen 48 Stunden gemeldet. Wie das Landesmedienzentrum informierte, ist damit die Gesamtzahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Corona auf 84 gestiegen. Altersangaben über die zuletzt Verstorbenen lagen vorerst nicht vor.

Bisher wurden 15.700 Personen in Stadt und Land Salzburg positiv auf das Coronavirus getestet, allein seit gestern Vormittag wurden 637 Neuinfektionen registriert. Aktuell infiziert sind laut EMS 6.452 Personen, das ist ein Plus von 108. Derzeit sind 5.754 Personen als Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne oder verkehrsbeschränkt.

Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern steigt weiter an. Laut Landesmedienzentrum befinden sich aktuell 218 Covid-19-Patienten im Spital, 24 davon auf der Intensivstation. Zum Vergleich: Gestern wurden 208 Corona-Patienten in den Spitälern betreut, davon 27 auf der Intensivstation. Derzeit stehen im Bundesland Salzburg insgesamt 138 Intensivbetten zur Verfügung, 83 davon sind mit Nicht-Covid-Patienten belegt, 24 mit Covid-Patienten. „Damit stehen noch 31 Intensivbetten zur Verfügung, 17 davon sind für Covid-Patienten vorgesehen“.

Was die Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus betrifft, so sind im Pongau 32 Personen gestorben, im Flachgau 21, im Pinzgau zehn, im Tennengau und in der Stadt Salzburg jeweils neun und im Lungau drei.

711 Neuinfektionen in Tirol, 67 Intensivpatienten

In Tirol waren indes mit Stand Mittwochmittag 7.822 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In den vergangenen 24 Stunden kamen 711 Neuinfektionen hinzu, 1.209 Menschen konnten wieder für gesund erklärt werden. Zudem wurden 18 weitere Todesfälle bekannt. Die Betroffenen waren zwischen 67 und 100 Jahre alt, die meisten hatten Vorerkrankungen, teilte das Land mit. Damit starben mit oder an Covid-19 in Tirol 212 Personen.

In den Spitälern mussten 410 Corona-Patienten behandelt werden, davon 67 auf der Intensivstation - um ein Patient weniger als am Vortag. Am stärksten betroffen war weiterhin der Bezirk Innsbruck-Land mit 1.934 Infizierten, gefolgt vom Bezirk Schwaz mit 1.645. Im Bezirk Kufstein galten 1.398 Menschen als infiziert, in der Landeshauptstadt Innsbruck 935. In Tirol wurden bisher 367.379 Coronatests durchgeführt.

554 Neuinfektionen und sieben Tote in Kärnten

In Kärnten sind mit Stand Mittwochfrüh sieben neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie der Landespressedienst in einer Aussendung mitteilte, starben Personen im Alter von 69 bis 92 Jahren. Außerdem wurden 554 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet - neben den 438 Fällen, die im Epidemiologischen Meldesystem (EMS) aufschienen, wurden 116 positive Corona-Fälle mittels Antigentests registriert.

Laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) arbeitet man derzeit an einer neuen technischen Schnittstelle - mit ihr soll es möglich werden, die Ergebnisse der Antigentests in das EMS einzupflegen. Insgesamt wurden am Dienstag an den Teststraßen in Klagenfurt und Villach 246 Personen mit den Antigentests getestet.

Laut Informationen aus den Kärntner Krankenhäusern waren 334 Stationärbetten mit Coronapatienten belegt. Um drei auf insgesamt 31 zurückgegangen ist die Zahl der Intensivbetten, die mit Coronapatienten belegt waren, 29 Intensivbetten waren am Mittwoch verfügbar. Als vom Coronavirus genesen galten am Mittwoch 5.413 Personen, das sind um 262 Personen mehr gegenüber dem Vortag.

 

 

KH
Aufgrund der über 100 neuen Fälle stieg die Zahl der Todesopfer auf mehr als 2.000.
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