Coronavirus

Florida meldet fünften Tag in Folge über 10.000 Neuinfektionen

Die USA kämpfen weiterhin mit steigenden Coronavirus-Fällen. Der US-Bundesstaat Florida hat mit über 12.000 Neuinfektionen den fünften Tag in Folge über 10.000 Fälle gemeldet. „Wir haben Glut und wir haben Flammen. Florida wurde flammenartiger, aber es ist - es ist unter Kontrolle zu bekommen“, erklärte US-Präsident Trump am Sonntag.

red/Agenturen

Mindestens 14 Staaten haben bisher im Juli Rekordzahlen für Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus gemeldet, darunter Alabama, Arizona, Georgia, Florida, North Carolina, Nevada und Texas. Dennoch drängt die US-Regierung darauf, die Schulen in wenigen Wochen wieder zu öffnen und widersetzt sich einem Bundesmandat, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen. Trump bekräftigte beim Fernsehsender „Fox News“ seine Behauptung, dass der Virus irgendwann verschwinden würde. „Ich werde irgendwann Recht haben“, sagte er. „Es wird verschwinden und ich werde Recht haben.“

In den Vereinigten Staaten zeigten Statistiken der Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) das Gegenteil - steigende Zahlen bei Infektionen, Todesfällen, Krankenhausaufenthalten und eine höhere Rate an positiven Testergebnissen. Trump erklärte, er stimme CDC-Direktor Robert Redfield nicht zu, dass dieser Herbst und Winter eine der schwierigsten Zeiten für die öffentliche Gesundheit in den USA sein würden, da Krankenhäuser zusätzlich zu Covid-19 mit der saisonalen Grippe zu kämpfen hätten. „Ich weiß es nicht und ich glaube nicht, dass er es weiß“, sagte Trump. In Bezug auf die Warnungen des US-Seuchenexperten Dr. Anthony Fauci sagte Trump, Fauci sei „ein kleiner Schwarzseher“. Dieser hatte gewarnt, dass die Fälle in den USA bald 100.000 pro Tag überschreiten könnten, wenn die Amerikaner nicht die notwendigen Schritte unternehmen würden, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Zuletzt Engpass bei Testkits

Die Bemühungen einiger Staaten, die Pandemie einzudämmen werde durch einen Engpass bei Testkits sowie verspätete Ergebnisse behindert, erklärte Dr. Francis Collins, Direktor der nationalen Gesundheitsinstitute dem Sender „NBC“. Teilweise würden die Menschen bis zu einer Woche auf ihr Testergebnis warten. „Das untergräbt wirklich den Sinn der Tests,“ sagte Collins.

Anstatt die Testmöglichkeiten zu erweitern, will die Trump-Regierung laut Berichten der Washington Post und der New York Times ein geplantes Budget über 25 Milliarden Dollar für Tests und Kontaktverfolgung blockieren. Das Weiße Haus lehnte eine Stellungnahme zu den Zeitungsberichten zunächst ab.

Gouverneur von Oklahoma infiziert

Auch der Gouverneur des US-Staats Oklahoma, Kevin Stitt, hat sich jüngst mit Coronavirus infiziert. Es gehe ihm insgesamt gut, aber ein Corona-Test sei positiv ausgefallen, sagte Stitt am Mittwoch. Er habe sich von seiner Familie isoliert und werde aus der Quarantäne weiter arbeiten, sagte der Republikaner. Unter den 50 Gouverneuren der US-Bundesstaaten ist Stitts Infektion der erste bestätigte Corona-Fall.

In seinem Bundesstaat mit rund vier Millionen Einwohnern sind bisher rund 22.000 Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 bestätigt worden. Seit einem Monat steigt die Zahl der bestätigten Infektionen dort rasch an. Oklahoma liegt im Südwesten der USA nördlich von Texas.

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