Omikron

Infektionszahlen steigen trotz Lockdowns in den Niederlanden

Trotz des harten Lockdowns in den Niederlanden steigen die Infektionszahlen dort wieder. In den vergangenen sieben Tagen waren etwa 35 Prozent mehr positive Testergebnisse registriert worden, wie das zuständige Gesundheitsinstitut RIVM am Dienstag mitteilte. Die Experten nennen als Grund die sich schnell verbreitende Omikron-Variante des Coronavirus. Auch Griechenland kämpft gegen den Anstieg.

red/Agenturen

Die Omikron-Variante ist seit Ende Dezember in dem Land mit etwa 17,5 Millionen Einwohnern dominant. Von 100.000 Einwohnern wurden in sieben Tagen 639 positiv getestet. Zum Vergleich: In Österreich liegt dieser Inzidenzwert bei 292,6.

Nach Einführung des Lockdowns vor gut zwei Wochen sank die Zahl der Neuinfektionen in den Niederlanden zunächst stark. Der Lockdown soll vorerst bis zum 14. Jänner andauern. Alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen sind derzeit geschlossen. Ausnahmen gelten für Läden für den täglichen Bedarf wie Supermärkte und Apotheken. Die Schulen sollen ab nächster Woche wieder geöffnet werden.

Die Patientenzahlen in den Krankenhäusern nehmen nach Angaben des Instituts noch ab. Allerdings rechnen die Experten mit einem erneuten Anstieg ab Mitte Jänner. Durch den Lockdown hoffen die Behörden, den Druck auf das Gesundheitssystem verringern zu können.

Rasanter Anstieg der Infektionszahlen auch in Griechenland

Die griechische Gesundheitsbehörde hat von Montag auf Dienstag 50.126 Corona-Neuinfektionen registriert. Das ist ein neuer Höchstwert für das EU-Land seit Beginn der Pandemie. Am Vortag waren 40.560 und vor einer Woche 21.657 Neuinfektionen registriert worden.

Bei gut 70 Prozent der Neuinfektionen handle es sich um die Omikron-Variante, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Das Gesundheitssystem des Landes mit elf Millionen Einwohnern stehe unter starkem Druck, sagte der zuständige Minister Thanos Plevris am Dienstagabend im Staatsfernsehen.