Corona-Impfstoff

Italiener wollen Sputnik-Vakzin aus San Marino

Der Kleinstaat San Marino, der den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zugelassen hat, kann sich vor Anfragen italienischer Bürger kaum retten, die sich im Zwergstaat immunisieren lassen wollen. Die kleine Republik westlich der Adria-Küstenstadt Rimini mit 33.000 Einwohnern ist bereit, italienische Grenzgänger zu impfen, die in San Marino arbeiten. Außerdem erklärte sich San Marino zur Zusammenarbeit mit den italienischen Grenzregionen bereit.

red/Agenturen

„Wir sind stolz, wenn wir die italienischen Grenzregionen unterstützen können. Dies muss jedoch im Einklang mit den Protokollen und bilateralen Abkommen erfolgen, die bisher nicht unterzeichnet wurden“, sagte der Gesundheitsminister San Marinos Roberto Ciavatta.

Ciavatta plant am Mittwoch ein Treffen mit dem Chef der rechten Regierungspartei Lega, Matteo Salvini. Dieser drängt, dass Italien sich unabhängig von der EU Impfdosen auf dem freien Markt besorge. Seit dem Impfstart am 27. Dezember erhielten 4,3 Millionen Italiener zumindest die erste Impfdosis. Die Impfkampagne ist zuletzt wegen Lieferungsengpässen nur schleppend vorangekommen.

San Marino hat 7.500 Dosen des russischen Vakzins, sowie 11.700 Dosen von Biontec/Pfizer erhalten. Im August 2020 war Sputnik V als weltweit erster Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben worden, obwohl bis dahin wichtige Tests gefehlt hatten.