Coronavirus

Kärnten verzeichnete im Juli hauchdünnes Plus bei Nächtigungen

Völlig anders als andere Bundesländer hat Kärnten im Juli ein hauchdünnes Plus bei den Nächtigungszahlen im Vergleich zum vergangenen Jahr verzeichnet. Zwar gab es bei den Ankünften ein Minus von sieben Prozent, bei den Übernachtungen stand allerdings ein Plus von 0,1 Prozent zu Buche, teilte der Landespressedienst am Mittwoch in einer Aussendung mit.

red/Agenturen

Unterm Strich wurden im Juli im Kärntner Tourismus 537.641 Ankünfte und 2.733.554 Übernachtungen gemeldet. Ausschlaggebend dafür war der extrem hohe Anteil an Übernachtungen von österreichischen Gästen: 50,4 Prozent der Gesamtnächtigungen entfallen auf den Inlandstourismus, im Vorjahr waren das noch 37,2 Prozent gewesen. Allerdings könne damit das beträchtliche Minus in der Vorsaison nicht aufgeholt werden: Für Mai bis Juli wurden insgesamt 3.822.386 Übernachtungen (minus 24,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und 814.540 Ankünfte (minus 34,8 Prozent) registriert.

Deutlich mehr Anträge auf Hilfe in besonderen Lebenslagen

Die Zahl der Anträge auf die vom Land Kärnten gewährte „Hilfe in besonderen Lebenslagen“ - einen einmaligen, zweckgebundenen Zuschuss - hat die Corona-Krise hingegen stark ansteigen lassen. Wie der Landespressedienst am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte, wurde im Jahr 2019 knapp eine Million Euro ausbezahlt - mit derzeitigem Stand wurde die Jahressumme 2019 schon um mehr als 100.000 Euro überschritten.

Die Zahl der Anträge zeichnet den Verlauf der Krise nach: Während die Zahl im März im Vergleich mit dem Vorjahr nahezu konstant geblieben war, kam es im heurigen April fast zu einer Verdreifachung der Anträge: 115 Anträge wurden im April 2019 gestellt, heuer waren es 318. Auch in den folgenden Monaten setzte sich der Trend fort, so wurden im Juni 265 und im Juli 328 Anträge eingebracht - im Vergleich zu 92 und 146 im Jahr 2019.