Kinder verpassen wegen Coronavirus-Pandemie wichtige Impfungen

Die Kinderimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten sind wegen der Coronavirus-Pandemie deutlich zurückgegangen. Beim Impfstoff gegen Masern hätten mehr als 60 Länder Lieferungsprobleme gemeldet, berichteten die das UN-Kinderhilfswerk Unicef und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf.

red/Agenturen

In anderen Fällen trauten Familien sich nicht aus dem Haus oder hätten kein Geld, zu einer Klinik zu fahren. Mindestens 30 geplante Impfkampagnen gegen Masern könnten ausfallen. WHO und Unicef beziehen sich auf vorläufige Angaben, genaue Zahlen liegen noch nicht vor.

„Vermeidbares Leiden und Tod von Kindern, die die Routineimpfungen nicht bekommen, könnte noch größer sein als Covid-19“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Schon vor der Pandemie warnten die Organisationen, dass es kaum noch Fortschritte bei Impfprogrammen gab. Nach einem starken Anstieg der Rate wurden einige Jahre lang gleichbleibend rund 85 Prozent der Kinder weltweit gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten und Masern geimpft. 14 Millionen Kinder seien 2019 nicht erreicht worden, die meisten davon in Afrika.

„Vermeidbares Leiden und Tod von Kindern, die die Routineimpfungen nicht bekommen, könnte noch größer sein als Covid-19“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.