Corona-Krise

Mitarbeitende in Kärntner Test- und Impfstraßen beleidigt

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kärntner Test- und Impfstraßen sehen sich vermehrt Beleidigungen und aggressivem Verhalten gegenüber ausgesetzt. Einen Bericht der „Krone Zeitung“ am Mittwoch bestätigte die Sprecherin des Kärntner Roten Kreuzes, Melanie Reiter, auf Nachfrage der APA. „Die Anfeindungen sind verbaler Natur, der Ton wird rauer und das Aggressionspotenzial steigt.“ Von Pöbeleien sprach der Pressesprecher der Stadt Villach, Wolfgang Kofler.  

red/Agenturen

Es habe zwei Fälle von Pöbeleien durch außenstehende Impfgegner gegeben, sagte Kofler gegenüber der APA. „Menschen in der Impfschlange sind beschimpft worden.“ Er selbst sei vor Ort als „Mörder“ beleidigt worden. „In einem Fall war die Bereitschaft zur Ausschreitung spürbar. Da habe ich die Polizei gerufen.“ Attackiert worden sei indes niemand.

Das betonte auch Melanie Reiter, die sogar eine gewisse Nachvollziehbarkeit zeigte. „Zu einem gewissen Grad verstehen wir es. Wir stehen an vorderster Front, wir sind die einzigen, die greifbar sind.“ Zur Kündigung hat dieses Verhalten bei keinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt. "Wir fangen das untereinander ab.“ Zudem gebe es die Möglichkeit zur Supervision. Außerdem sind sie für diese belastenden Situationen ausgebildet, wenn sie „auch nicht schön“ sind. Vorfälle dieser Art habe es laut Reiter bereits in allen Kärntner Bezirken gegeben.

Polizeisprecher Dominik Sodamin wusste von bisher nur einem Einsatz diesbezüglich, in Klagenfurt. Da sei jedoch kaum etwas passiert, sagte er gegenüber der APA: „Da war nichts Griffiges“. Was aber nicht heiße, dass es nicht weitere Einsätze gegeben habe. Nur zu Anzeigen haben diese dann nicht geführt, denn bisher lägen der Polizei keine vor.