Coronavirus

Nach Tragödie in russischer Klinik: Wieder genügend Sauerstoff da

Einige Stunden nach dem Tod mehrerer Corona-Patienten als Folge eines Sauerstoff-Ausfalls ist die Versorgung in dem betroffenen russischen Krankenhaus wieder sichergestellt. Aus einer Nachbarregion seien drei Tonnen Sauerstoff in die Republik Nordossetien-Alanien im Kaukasus gebracht worden, meldete die russische Staatsagentur Ria Nowosti am Dienstag unter Berufung auf Behörden. Republikchef Sergej Menjajlo sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

red/Agenturen

Am Montagabend war Regierungsangaben zufolge ein unterirdisches Rohr gebrochen. Daraufhin wurde die Sauerstoff-Versorgung in einer Klinik in Wladikawkas, der Hauptstadt der Republik, kurzzeitig unterbrochen. Neun schwerkranke Patienten starben. Regierungschef Menjajlo zufolge waren ihre Lungen durch Covid-19-Infektionen stark beschädigt.

Die Überlebenden wurden vorübergehend über Sauerstoffflaschen versorgt. In der Nacht starben zwei weitere Patienten auf der Intensivstation - trotz wieder hergestellter Sauerstoffzufuhr hätten ihre Lungen versagt, erklärte Menjajlo.

Insgesamt waren zum Zeitpunkt des Unglücks mehr als 70 Menschen an Beatmungsgeräte angeschlossen. Der Grund für den Defekt am Rohr war zunächst nicht bekannt. Die Regierung veröffentlichte Fotos von Mitarbeitern des Zivilschutzes, die in der Nacht die unterirdischen Leitungen begutachteten. Es wurden Ermittlungen eingeleitet sowie ein Strafverfahren wegen möglicher nicht beachteter Sicherheitsvorkehrungen.

 

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