Coronavirus

Neue Proteste in Bulgarien gegen 3G-Regel

Trotz schnell zunehmender Corona-Neuinfektionen haben in Bulgarien erneut Menschen gegen die 3G-Regel protestiert. Demonstranten im nordbulgarischen Weliko Tarnowo beklagten, dass Nicht-Geimpfte diskriminiert würden, wie das Staatsradio am Freitag berichtete. Die Polizei trennte dem Bericht zufolge vor einem Impfzentrum die Protestierenden von einer Warteschlange mit Impfwilligen.

red/Agenturen

Ähnliche Proteste gab es in den vergangenen Tagen auch in anderen Städten, darunter die Hauptstadt Sofia. Seit Donnerstag sind in Bulgarien „grüne Zertifikate“ für das Betreten von Einkaufszentren oder Lokalen erforderlich.

Krankenhäuser vermelden seit Tagen, dass sie am Limit ihrer Kapazitäten sind. Um die dritte Corona-Welle zu bekämpfen, führte die Übergangsregierung die 3G-Regel ein. Die nationalistische Partei Wasraschdane (Wiedergeburt) rief am Freitag dazu auf, vor Gericht gegen die 3G-Regel zu klagen, wie die bulgarische Nachrichtenagentur „Fokus“ berichtete.

Nur gut 20 Prozent der Bevölkerung sind vollständig gegen Covid-19 geimpft - damit ist Bulgarien EU-Schlusslicht. Binnen 24 Stunden wurden im südosteuropäischen Land mit 6,9 Millionen Einwohnern zuletzt 4.816 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg zuletzt auf 370,9 je 100.000 Menschen. Zum Vergleich: In Österreich lag diese Zahl am Freitag bei 228,5.

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