Omikron

Rekordhoch bei Neuinfektionen in Südkorea

Angesichts der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante von SARS-CoV-2 und Höchstwerten bei den Neuinfektionen hat Südkorea die Quarantäne- und Isolationsregeln vereinfacht. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden überstieg im Land zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie die Schwelle von 10.000. Wie die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitteilten, wurden am Dienstag 13.012 Infektionen nachgewiesen. Der Tageswert war mehr als doppelt so hoch wie vor einer Woche.

red/Agenturen

Im Rahmen der neuen Pandemieregeln wurde die Quarantänezeit für vollständig geimpfte Personen, die sich dennoch infiziert haben, von zehn auf sieben Tage verkürzt. Geimpfte Personen, die in engem Kontakt mit Infizierten gekommen sind, müssen sich nicht mehr in Selbstisolation begeben, sondern unterliegen der passiven Überwachung. Sie müssen die Behörden täglich über ihren Gesundheitszustand informieren.

PCR-Tests in den Testzentren sollen vor allem für Menschen ab 60 Jahren und solche mit Vorerkrankungen verwendet werden. Alle anderen können sich einem Antigen-Schnelltest unterziehen. Die Maßnahmen sollen zunächst in vier Regionen greifen, die besonders schwer von der Ausbreitung der Omikron-Variante betroffen sind, darunter in drei Städten nahe der Hauptstadt Seoul. Südkorea wolle sich darauf konzentrieren, die Zahl der schwererkrankten Infizierten und der Todesfälle zu reduzieren, sagte Premierminister Kim Boo Kyum.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Südkorea mit seinen rund 52 Millionen Einwohnern lag am Mittwoch laut Erhebungen verschiedener Institute bei 111,3. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Menschen rechnerisch mit dem Virus angesteckt haben. Im internationalen Vergleich kam Südkorea bisher gut durch die Pandemie. Die Fallzahlen steigen jedoch schon seit einigen Tagen deutlich.