Coronavirus

Reproduktionszahl in Österreich auf 0,97 gestiegen

Die Reproduktionszahl in Österreich steigt weiter und liegt beinahe bei 1, in Salzburg sogar darüber. Ein Coronainfizierter hat in Österreich zuletzt 0,97 Personen angesteckt. Auf diesen Wert stieg die Reproduktionszahl laut den jüngsten Berechnungen von AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und TU Graz. Die Kennzahl war höher als bei der letzten Bekanntgabe vor zweieinhalb Wochen am 18. Dezember, damals wurde sie mit einem Schätzwert von 0,88 angegeben.

red/Agenturen

Die tägliche Steigerungsrate der Neuinfektionen lag laut der jüngsten Berechnung bei minus 3,1 Prozent. Die Auswertung wurde mit Daten zum Stand Montag, 7.00 Uhr durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt waren 364.580 Covid-19-Fälle gemeldet. Die geschätzte tägliche effektive Reproduktionszahl lag laut AGES am 2. Jänner bei 0,97.

Im Burgenland, Kärnten und Tirol lag die effektive Reproduktionszahl um 1. In Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Vorarlberg und Wien lag die effektive Reproduktionszahl unter 1 und in Salzburg über 1 - hier wurde sie mit 1,13 angegeben. Die Anzahl der täglich neudiagnostizierten Fälle ist in allen Bundesländern auf einem erhöhten Niveau, konstatierten AGES und TU.

Ein Wert von 1,0 bedeutet, dass pro Infektionsfall ein weiterer Fall ausgelöst wird und sich das Virus damit endemisch ausbreitet. Daher ist es das Ziel, den Wert deutlich darunter zu drücken.

100 Todesfälle in Österreich gemeldet

Auch die Zahl der Covid-19-Toten steigt hierzulande wieder. Am Dienstag meldeten Gesundheits- und Innenministerium 100 weitere Tote. Seit Beginn der Pandemie sind somit bereits 6.457 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Gestiegen sind auch die Zahlen der Erkrankten, die im Spital behandelt werden müssen. In den vergangenen 24 Stunden wurden mehr als 2.300 Neuinfektionen eingemeldet.

Erstmals seit einer Woche wurden in Österreich wieder 100 Tote gemeldet, auch die Sieben-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen steigt seit vergangenen Montag wieder an. Sie lag am Dienstag bei 161,4. Das bedeutet, dass sich in der vergangenen Woche pro 100.000 Einwohner mehr als 161 mit SARS-CoV-2 infiziert haben.

Am Dienstag wurden 2.311 Neuinfektionen eingemeldet, denen standen 2.766 neu Genesene gegenüber. Durchschnittlich kamen in der vergangenen Woche täglich 2.053 neue Infizierte hinzu. Am Dienstag galten 20.225 Menschen in Österreich als bestätigte aktive Fälle - in etwa so viele wie Mödling Einwohner hat.

2.404 Covid-19-Erkrankte mussten im Spital behandelt werden - 83 mehr als am Montag. Davon benötigten 371 Patienten intensivmedizinische Versorgung, drei mehr als am Vortag. In Summe gab es aber in der vergangenen Woche einen Rückgang von 123 Menschen in Spitalsbehandlung.

Die Zahl der Toten stieg in einer Woche um 398 auf bereits knapp 6.500 an. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 4,5 - das heißt, dass in der vergangenen Woche pro 100.000 Einwohner mehr als vier Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben sind.

Die meisten Neuinfektionen nach PCR-Tests wurden in den vergangenen 24 Stunden mit 645 aus der Steiermark gemeldet, in Niederösterreich kamen 291, in Oberösterreich 274 und in Tirol 266 neue Fälle hinzu. 222 Neuinfektionen meldete Wien, in Vorarlberg gab es 174 weitere Infektionen. 137 Neuinfektionen - bestätigt durch PCR-Abstriche - meldete Kärnten, 89 das Burgenland.