Coronavirus

Schweiz: 11 Prozent weniger Ansteckungen trotz Mutationen

Trotz weiter zunehmender Ansteckungen mit Mutationen des Coronavirus sind die Infektionen in der Schweiz innerhalb einer Woche um 11,3 Prozent gesunken. In der 7. Kalenderwoche 2021 registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 6.977 Fälle nach 7.866 in der Vorwoche.

red/Agenturen

Damit beschleunigte sich der Rückgang der Neuinfektionen etwas, wie dem am Donnerstag veröffentlichten BAG-Wochenbericht zu entnehmen ist. In der Einschätzung der Lage bleibt das Amt vorsichtig. Die zunehmend entdeckten Ansteckungen mit Sars-Cov-2-Varianten würden nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Zunahme der Fälle erwarten lassen. Die Mutationen seien ansteckender, für das BAG bleibe die Lage deshalb schwer einzuschätzen.

Die Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner lagen in den Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein zwischen 47 im Kanton Basel-Stadt und 193 im Kanton Neuenburg. Landesweit registrierten die Behörden zwischen dem 15. und 21. Februar 80,7 Ansteckungen auf 100'000 Einwohner. In der Vorwoche hatte die Kennzahl noch bei 91,0 gelegen.

Weniger Spitaleintritte und Tote

209 Personen mussten in der dritten Februarwoche wegen einer laborbestätigten Covid-19-Erkrankung ins Spital, nach 232 zum selben Zeitpunkt in der Woche zuvor. Trotz noch erwarteten Nachmeldungen setzt sich laut BAG die seit Beginn des Jahres verzeichnete Abnahme der Hospitalisationen wahrscheinlich weiter fort.

Auf Intensivstationen lagen durchschnittlich 212 Patienten mit Covid-19. Auch das ist eine Abnahme gegenüber der Vorwoche, die Intensivbetten sind aber weiterhin stark ausgelastet.

In der siebten Kalenderwoche wurden dem BAG 68 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Coronavirus-Infektion gemeldet. In der Vorwoche waren es zum selben Zeitpunkt 114 gewesen. Damit sei die Zahl trotz noch zu erwartender Nachmeldungen "vermutlich" gesunken, schreibt das BAG. Die Rate der Todesfälle lag in der 7. Woche des Jahres zwischen 0 und 2,8 Todesfällen pro 100'000 Einwohner und Kanton.

Weniger Tests

Zwischen dem 15. und 21. Februar wurden 176.942 Tests auf das Verursachervirus von Covid-19 durchgeführt, das sind 9 Prozent weniger im Vergleich zur Vorwoche. Der Anteil der positiven Tests sank dabei geringfügig von 4,7 in der Vorwoche auf 4,4 Prozent.

Laut den Informationen aus 23 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein befanden sich am Mittwoch (23. Februar) 8925 Personen in Isolation und 14'169 waren in Quarantäne. Seit Beginn des Jahres sinkt die Anzahl Personen in Isolation und Quarantäne. Zusätzliche 3566 Menschen standen nach der Einreise aus einem Risikoland unter Quarantäne.

Bis Sonntag (21. Februar) wurden laut BAG rund 675'556 Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht. Mehr als 173'400 Personen erhielten bereits eine zweite Dosis. Bis Sonntagabend (21. Februar) waren an die Kantone und das Fürstentum Liechtenstein 866'425 Impfdosen ausgeliefert worden.
 

WEITERLESEN:
Schweiz will Maßnahmen lockern
Schweiz: Mutationen nehmen exponentiell zu