Gerichtssache

Schweizer Gericht verhängt lebenslängliches Berufsverbot gegen Zürcher Arzt

Das Zürcher Obergericht hat ein lebenslängliches Berufsverbot gegen einen ehemals im Kanton Zürich tätigen Hausarzt gesprochen. Er soll eine junge Patientin, die wegen Erkältungssymptomen zu ihm kam, ohne medizinische Notwendigkeit vaginal untersucht haben.

red/Agenturen

Das Obergericht verurteilte den 51-jährigen Deutschen zu einer bedingten 15-monatigen Freiheitsstrafe, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil hervorgeht. Nebst dem Berufsverbot hatte die Vorinstanz hatte den ehemaligen Hausarzt wegen Schändung noch mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 22 Monate belegt.

Der Vorfall, der ihm zur Last gelegt wurde, ereignete sich im Oktober 2019 in einem Ärztezentrum im Kanton Zürich. Der Arzt untersuchte dort eine Patientin, die normalerweise von einer Kollegin in der Praxis betreut wird. Diese war jedoch nicht verfügbar.

Die Frau, eine damals 18-jährige Schweizerin, klagte über Erkältungssymptome und brauchte ein ärztliches Zeugnis. Der Arzt nahm an ihr jedoch ausführlichere Untersuchungen vor - inklusive einer analen Untersuchung und einer Untersuchung der Vagina.