Coronavirus

Uniklinikum Salzburg führt wieder Besuchsverbote ein

Am Uniklinikum Salzburg mit seinen beiden Standorten Landeskrankenhaus und Christian-Doppler-Klinik in der Stadt Salzburg gilt ab Samstag, 24. Oktober, wieder ein weitgehendes Besuchsverbot. Auch die bereits geltenden strengen Beschränkungen an den Landeskliniken Hallein (Tennengau) und Tamsweg (Lungau) bleiben aufrecht. Zuletzt hatten das Unfallkrankenhaus der AUVA und das Krankenhaus der Barmherzigen Brüdern generelle Besucherverbote verhängt.

red/Agenturen

Das Uniklinikum berichtete am Donnerstag von mehreren Fällen, in denen das Virus von Besuchern eingeschleppt worden ist. Zugleich sei es zuletzt vermehrt zu Situationen gekommen, in denen die Besuchsregeln und Hygienebestimmungen wie Maskenpflicht nicht eingehalten wurden. „Zum Teil wurde das Pflegepersonal von aggressiven Besuchern beschimpft - in Einzelfällen musste sogar ein Sicherheitsdienst zu Hilfe geholt werden“, hieß es in einer Aussendung.

Ausnahmen gelten ab Samstag einzig für junge Väter in der Geburtenstation, für Angehörige von Patienten in Palliativsituationen und auf der Psychiatrie. In allen Fällen gelten aber die bisherigen Regeln: ein Besuch pro Patient pro Tag für eine Stunde.

Auch in den anderen Salzburger Spitälern gelten Einschränken - derzeit aber noch weniger strikt. Im Tauernklinikum mit seinen Standorten Zell am See und Mittersill im Pinzgau dürfen Patienten besucht werden - jedoch nur von einer einzigen eingetragenen Person und das eine halbe Stunde lang pro Tag. Das Krankenhaus Oberndorf (Flachgau) erlaubt Besuche nur mehr am Wochenende und bei einer Aufenthaltsdauer von mehr als drei Tagen. Ausnahmen sind auch hier nur bei Palliativpatienten, Notfällen oder kritischem Zustand, unmittelbar nach Operationen und bei notwendiger Kinderbetreuung möglich. Auch hier gilt die Nur-ein-Besucher-Pro-Patient-und-Tag-Regelung.

Auch das Kardinal-Schwarzenberg-Klinikum in Schwarzach (Pongau) wendet diese Sicherheitsvorgabe an - nach vorheriger Terminvereinbarung und für maximal eine Stunde. Die Ausnahmefälle entsprechen weitgehend jenen der anderen Spitäler. Da sich die Besucher in Schwarzach bisher sehr gut an die Sicherheitsvorgaben gehalten haben, bestand trotz steigender Infektionszahlen im Bezirk bisher noch kein Grund für eine Verschärfung der Regelungen. „Besuche sind wichtig für den Genesungsprozess unserer Patienten“, hieß es gegenüber der APA. „Wir beobachten die Entwicklung allerdings sehr genau, evaluieren die Lage täglich und behalten uns kurzfristige Anpassungen der Regeln vor.“

 

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