Gesellschaft

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Schweiz

Notfallstationen schlagen Alarm wegen drohender Überlastung

Die Schweizer Notfallstationen warnen vor einer drohenden Überlastung. Die Dreifachepidemie aus Covid, Grippe und RS-Virus setze sie unter enormen Druck. Nahezu ausgelastete Bettenkapazitäten und ein chronischer Mangel an Fachpersonal erschwerten die prekäre Lage. Die Notfallstationen des Landes seien mit Bedingungen konfrontiert, die sie an den Rand des Kollapses bringen könnten, schrieben die Schweizerische Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin (Sgnor) und die Association Latine de Médecine d’Urgence (Alamu) in einer Medienmitteilung.

WMO

2022 war fünft- oder sechstwärmstes Jahr

Das vergangene Jahr reiht sich nach einer Auswertung der Weltwetterorganisation (WMO) in die acht wärmsten Jahre seit Beginn der Messungen ein. Es dürfte das fünft- oder sechstwärmste Jahr gewesen sein, berichtete die WMO am Donnerstag in Genf. Die Unterschiede zwischen einzelnen Jahren sind oft so gering, dass eine genaue Rangordnung schwierig ist, wie die WMO erläutert. Die globale Durchschnittstemperatur lag etwa 1,15 Grad über dem vorindustriellen Niveau (1850-1900).

Gut verlaufen

Krebsgewebe bei Haut-Operation von First Lady Jill Biden entfernt

US-First Lady Jill Biden hat sich einer ambulanten Haut-Operation unterzogen - dabei wurde Krebsgewebe entfernt. Der Eingriff sei gut verlaufen, an den betroffenen Stellen sei das gesamte Krebsgewebe „erfolgreich“ entfernt worden, teilte der Mediziner des Weißen Hauses, Kevin O“Connor, am Mittwoch mit. Die 71-Jährige habe wie erwartet einige Schwellungen und Blutergüsse im Gesicht, fühle sich aber gut. Biden wollte das Krankenhaus noch am selben Tag verlassen.

EuGH

Polnische Regeln diskriminieren homosexuelle Selbstständige

Polen diskriminiert nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) homosexuelle Selbstständige. Das oberste EU-Gericht entschied am Donnerstag in Luxemburg, dass das EU-Antidiskriminierungsgesetz auch für Selbstständige gelte. Daher dürfe die Zusammenarbeit mit einem Selbstständigen nicht wegen dessen sexueller Ausrichtung beendet werden. Andernfalls würde das EU-Antidiskriminierungsgesetz seiner Wirkung beraubt, so die Richter.

Sterben Tod Friedhof
Mortalität

Deutlicher Anstieg der Sterbefälle im Dezember in Österreich

Im Dezember 2022 ist es zu einem deutlichen Anstieg der Sterbefälle in Österreich gekommen, wie die Statistik Austria am Donnerstag basierend auf vorläufigen Ergebnissen erhob. Mit 2.257 Toten in der Kalenderwoche 51 starben mehr Menschen als in jeder anderen Kalenderwoche des Jahres 2022. Damit wurde auch der höchste Wert des Jahres 2021 übertroffen, der bei 2.201 Verstorbenen in Kalenderwoche 48 lag“, sagte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

EuGH

Pauschalurlauber können wegen Corona Geld zurück verlangen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) stärkt die Rechte von Urlaubern bei Corona-Einschränkungen. Pauschalreisende können unter bestimmten Umständen ihr Geld zurückverlangen, wenn die Reise von Corona-Maßnahmen durchkreuzt wurde. Das entschied der EuGH am Donnerstag in Luxemburg.

mRNA-Technologie

Curevac und Biontech streiten nun auch vor Bundespatentgericht

Der Patentstreit zwischen den Corona-Impfstoff-Herstellern Curevac und Biontech geht in die nächste Runde. Auf Patentverletzungsvorwürfe seines Tübinger Konkurrenten hat Biontech mit einer Klage vor dem Bundespatentgericht reagiert, wie das Gericht am Mittwoch in München mitteilte. Dabei geht es um ein europäisches Patent aus dem Jahr 2010 zur mRNA-Technologie, die bei der Herstellung des Impfstoffs Comirnaty von Biontech/Pfizer verwendet wurde.

Düsseldorfer Arzt muss ins Gefängnis

Zwei Tote nach Schönheitsoperationen

Nach dem Tod zweier Patientinnen nach Schönheitsoperationen muss ein Arzt aus Düsseldorf ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe teilte am Mittwoch mit, dass die Verurteilung durch das Düsseldorfer Landgericht rechtskräftig sei. Dieses hatte den Mann im November 2021 wegen zweifacher Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt. (Az. 3 StR 162/22)

VKI-Klage

Gratis“-Sehtest von Pearl war gar nicht gratis

Der „Gratis Premium Sehtest“ des Brillenverkäufers Pearle war nicht gratis, was den Verein für Konsumenteninformation (VKI) auf den Plan rief. Der VKI brachte Klage beim Handelsgericht Wien wegen irreführender Geschäftspraktik ein, das Verfahren endete nun mit einem Vergleich: Der Sehtest darf nicht als gratis beworben werden, wenn die Gratisleistung den kostenpflichtigen Erwerb einer Zusatzleistung voraussetzt, so der VKI.

VCÖ-Bericht

Überregional produziertes Essen im Schnitt 1.700 km transportiert

Bei überregional hergestellten Lebensmitteln ist der Transportweg im Schnitt elfmal so lang wie bei regionalen Nahrungsmitteln, berichtet der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Überregional produziertes Essen wird durchschnittlich 1.700 Kilometer transportiert, regional hergestelltes habe hingegen mit 150 Kilometern einen um rund 90 Prozent kürzeren Transportweg. 2021 wurden hierzulande 42 Prozent mehr Gemüse und 52 Prozent mehr Obst verbraucht als im Inland produziert wurde.

Mediziner Pflegerin Krankenhaus
Übersterblichkeit

Mängel im britischen Gesundheitsdienst führen laut Experten zu Toten

Die Überlastung des britischen Gesundheitsdienstes hat nach Einschätzung von Experten zu einer erhöhten Zahl von Todesfällen in Großbritannien im vergangenen Jahr beigetragen. Aus einer am Dienstag von der BBC veröffentlichten Auswertung offizieller Daten geht hervor, dass im vergangenen Jahr mit 650.000 Todesfällen zwar weniger registriert wurden als in den Pandemie-Jahren, aber neun Prozent mehr als im Vor-Pandemie-Jahr 2019.

Reinhard Steurer
Klimawandel

Reinhard Steurer: Ein mahnender Professor in der Klimakrise

Dass sich rund 40 österreichische Wissenschafterinnen und Wissenschafter hinter die Straßenblockaden der „Letzen Generation“ stellten, liegt auch an Reinhard Steurer. Der 51-jährige Boku-Professor initiierte die Aktion am Dienstag. Der Politikwissenschafter forscht seit einem Vierteljahrhundert zu Klimapolitik und mahnt auf Twitter wirksamen Klimaschutz ein. Für sich selbst hat er vorgesorgt, um die immer heißer werdenden Sommer nicht in Wien verbringen zu müssen.

Eigenvorsorge

Land Vorarlberg will Bevölkerung für Blackout-Fall rüsten

Die Vorarlberger Bevölkerung soll im Fall eines Blackouts vorbereitet sein. Die Landesregierung mahnt die Eigenvorsorge an, den Gemeinden kommt im Krisenfall eine wichtige Rolle zu. Die Einsatzkräfte könnten im Notfall nicht jedem Einzelnen helfen, es gelte das Prinzip der eigenverantwortlichen Selbsthilfe, so die Verantwortlichen am Dienstag. Eine Hilfestellung zur persönlichen Notfallplanung geht nun in Form einer neuen Broschüre an alle Haushalte.

Hitze Dürre
Klimawandel

Sommer 2022 war der bisher wärmste in Europa

Der vergangene Sommer ist nach Auswertungen des EU-Klimawandeldienstes Copernicus der wärmste bisher gemessene in Europa gewesen. Das Gesamtjahr 2022 war in Europa das zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1979, wie aus einem Copernicus-Bericht zu Klimaextremen hervorgeht, der am Dienstag vorgestellt wurde. Übertroffen wurden die Jahrestemperaturen nur von 2020.

Kritik an Begriff

„Klimaterroristen“ ist in Deutschland „Unwort des Jahres 2022"

Das „Unwort des Jahres“ 2022 in Deutschland lautet „Klimaterroristen“. Das gab die sprachkritische „Unwort“-Aktion am Dienstag in Marburg bekannt. Der Ausdruck sei im öffentlichen Diskurs benutzt worden, um Aktivisten und deren Proteste für mehr Klimaschutz zu diskreditieren, begründete die Jury ihre Wahl. Sie kritisierte die Verwendung des Begriffs, weil Aktivistinnen und Aktivisten mit Terroristen „gleichgesetzt und dadurch kriminalisiert und diffamiert werden“.

„Kein Ski ohne Schnee“

Vermutlich Umweltproteste: Schneekanonen in Frankreich sabotiert

Im französischen Wintersportort La Clusaz in der Region Auvergne-Rhône-Alpes sind mehrere Schneekanonen durch Vandalismus außer Betrieb gesetzt worden. Vermutet wird eine Aktion von Umweltaktivisten, die im Herbst bereits gegen einen riesigen Wasserspeicher unter anderem zur Produktion von Kunstschnee protestierten, berichtete der Sender France 3. Bisher habe sich niemand zu der Tat bekannt, die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.