Coronavirus

316 Tote und 13.908 Neuinfizierte in 24 Stunden in Italien

In Italien ist die Zahl der Menschen, die an einem Tag mit oder am Coronavirus gestorben sind, wieder gesunken. Am Freitag wurden innerhalb von 24 Stunden 316 Todesopfer gezählt, nachdem es am Vortag 391 gewesen waren. Die Zahl der Neuinfektionen sank von 19.838 auf 13.908, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Seit Beginn der Epidemie in Italien am 20. Februar 2020 kamen insgesamt 93.045 Menschen ums Leben.

red/Agenturen

Die Zahl der in den Spitälern behandelten Covid-19-Patienten sank unterdessen von 18.942 auf 18.736. Auf den Intensivstationen wurden 2.095 Personen behandelt, 31 weniger als am Vortag. 305.619 Abstriche wurden genommen, 4,6 Prozent fielen positiv aus. Seit dem Impfstart am 27. Dezember wurden in Italien über 2,86 Millionen Personen immunisiert.

Am Freitag wurde eine Verlängerung des Reiseverbots unter den Regionen beschlossen. Dieses bleibt bis 25. Februar erhalten. Angesichts der Virus-Mutationen, die auch in Italien im Umlauf sind, sei noch ein umsichtiges Verhalten notwendig, meinte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Vier neue orange Regionen in Italien

Wegen steigender Corona-Zahlen sind vier italienische Regionen - Trentino, Ligurien, Toskana und Abruzzen - als orange eingestuft worden. Ab Sonntag müssen dort Restaurants und Bars wieder schließen. Lediglich Take-away-Dienste sind erlaubt. Auch die Reisefreiheit wird stark eingeschränkt. Als orange Zonen werden weiterhin auch Umbrien und Südtirol eingestuft. Die Region Sizilien wird von orange auf gelb herabgestuft.

Alle anderen Regionen gehören weiterhin zu den gelben Zonen mit geringem Risiko. Dort dürfen - anders als in den beiden anderen Risikozonen - die Lokale tagsüber wieder öffnen. Die Menschen können ihre Wohnorte frei verlassen. In ganz Italien müssen die Lokale allerdings weiter um 18.00 Uhr für Gäste schließen, und ab 22.00 Uhr gilt eine Ausgangssperre bis in der Früh, für die es nur wenige Ausnahmen gibt.

Am Freitag wurde eine Verlängerung des Reiseverbots unter den Regionen beschlossen. Dieses bleibt bis 25. Februar erhalten. Angesichts der Virus-Mutationen, die auch in Italien im Umlauf sind, sei noch ein umsichtiges Verhalten notwendig, meinte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Der Reproduktionswert ist im Land in einer Woche von 0,84 auf 0,95 gestiegen. 17 Prozent der Infektionsfälle in Italien sind auf die englische Mutation zurückzuführen, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Das liegt unter dem Durchschnitt Frankreichs (20 bis 25 Prozent) und Deutschlands (30 Prozent).

Italiener dürfen weiterhin nicht zwischen Regionen reisen

Als letzter Akt vor dem Regierungswechsel in Rom hat der Ministerrat um den noch geschäftsführend amtierenden Premier Giuseppe Conte am Freitag eine Verlängerung des Reiseverbots unter den Regionen beschlossen. Dieses bleibt bis 25. Februar erhalten. Angesichts der Virus-Mutationen, die auch in Italien im Umlauf sind, sei noch ein umsichtiges Verhalten notwendig, meinte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Der Reproduktionswert ist im Land in einer Woche von 0,84 auf 0,95 gestiegen. 17 Prozent der Infektionsfälle in Italien sind auf die englische Mutation zurückzuführen, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Das liegt unter dem Durchschnitt Frankreichs (20 bis 25 Prozent) und Deutschlands (30 Prozent).

Die englische Mutation ist vor allem in Mittelitalien verbreitet, in erster Linie in den Regionen Emilia Romagna, Marken, Umbrien und Abruzzen. Erwartet wird, dass die englische Variante zur verbreiteten Form von Coronavirus in Italien wird.

Die Impfkampagne in Italien hat sich wegen Engpässen bei der Lieferung der Vakzine aus dem Ausland verlangsamt. Dieser Tage wird in einigen Regionen mit der Impfung von Senioren über 80 Jahren begonnen. In der norditalienischen Region Ligurien wurde als erste Person über 80 der Genueser Stararchitekt Renzo Piano geimpft. Inzwischen erhielten 2,8 Millionen Italiener die erste Dosis.

Britische Variante bei jeder fünften Infektion in Italien

In Italien soll laut einer Schätzung des Gesundheitsministeriums schon fast jede fünfte Corona-Infektion auf die sogenannte britische Variante zurückzuführen sein. Im Schnitt seien es nach einer Stichproben-Analyse landesweit rund 17 Prozent der Infektionen, teilte das Ministerium am Freitag mit. In gut 80 Laboren landesweit waren dafür rund 850 Proben positiv getesteter Menschen analysiert worden.

Das Ergebnis zeige, dass die Variante in Italien zirkuliere, in den kommenden Monaten könne sie zur vorherrschenden werden, hieß es in der Mitteilung. Die Untersuchungen sollen demnach wiederholt werden, um die Geschwindigkeit zu erfassen, mit der die Variante sich verbreitet.