Coronakrise

Dritte „Checkbox" wird aufgestellt

Wienerinnen und Wiener, die nicht wissen, ob sie Schnupfen, einen grippalen Infekt oder eine Coronavirus-Infektion haben, können sich in den Wiener Checkboxen untersuchen lassen. Standorte gibt es bereits in Favoriten beim Laaerbergbad und am Mildeplatz in Ottakring. Kommenden Donnerstag wird ein weiterer in der Erzherzog-Karl-Straße in der Donaustadt eröffnet, teilte das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) mit. „

red/Agenturen

Bei den Boxen handelt es sich um Container-Ordinationen, in denen auch Ärzte anwesend sind. Insgesamt sollen 30 davon in der Stadt postiert werden. Termine werden täglich zwischen 7.00 und 19.00 Uhr vergeben.

„Das ist eine Maßnahme, die dazu dienen soll, unsere niedergelassenen Ordinationen zu entlasten“, erklärte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bei einem Medientermin letze Woche die Idee hinter den Checkboxen. Ziel ist, die Gesundheitseinrichtungen soweit als möglich frei von Corona zu halten, einerseits um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und damit nicht Wartebereiche selbst zu Orten von Covid-19-Ansteckungen werden.

Das Projekt wurde in Kooperation mit der Ärztekammer entwickelt, die eingesetzten Mediziner stellt der Ärztefunkdienst. In den Ordinationscontainern sollen in der Schnupfen- und Grippezeit symptomatische Personen sofort per Schnelltest auf eine Infektion überprüft werden. Ist das Ergebnis negativ, bekommt man an Ort und Stelle gleich eine Behandlung durch den anwesenden Arzt bzw. die Ärztin. Im Fall eines positiven Resultats, also einer nachgewiesenen Corona-Infektion, wird vom dortigen Mediziner einer Absonderung ausgesprochen und der Patient muss sich in Quarantäne begeben.

Termine via Ärztefunkdienst

Plan ist, bist Anfang Dezember 30 solcher Ordinationscontainer in der ganzen Stadt verteilt aufzustellen. Will sich jemand dort testen lassen, muss zuvor ein Termin über die Webseite des Ärztefunkdienstes ausgemacht werden.Termine gibt es täglich zwischen 7.00 und 19.00 Uhr in Zehn-Minuten-Slots. „Wir ersuchen um Verständnis, dass man nicht einfach herkommen kann. Wir wollen nicht, dass es lange Warteschlangen gibt und die Menschen dann mit Schnupfen und Husten auch noch in der Kälte frieren“, so Hacker.

Der Vizepräsident der Wiener Ärztekammer, Johannes Steinhart, sieht in den Checkboxen eine sehr gute Lösung, um den Patientenfluss zu regeln und gleichzeitig die Sicherheit in Ordinationen und Ambulanzen zu gewährleisten. „Die anderen kranken Menschen sind ja nicht weg. Sie sollen ja jetzt weiter in die Ordinationen gehen. Wir können keine Kollateralschäden brauchen und gleichzeitig müssen wir die Pandemie im Griff haben.“