Coronavirus

Italien reduziert Quarantäne für geimpfte Infizierte

Italien reduziert die Quarantäne-Tage für Geimpfte, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Die Isolierung soll künftig sieben statt wie bisher zehn Tagen dauern, kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Donnerstag an. Bei Nicht-Geimpften dauert die Quarantäne weiterhin zehn Tage.

red/Agenturen

Die italienische Regierung beschließt am Donnerstagnachmittag zusätzliche Anti-Corona-Restriktionen. So könnte eine Impfpflicht für das Lehrerpersonal eingeführt werden. Erwartet wird zudem, dass man ab dem 1. September nur noch mit Grünem Pass an Bord von Fernzügen, Flugzeugen und Fähren gehen wird können.

Ab dem morgigen Freitag ist in Italien unter anderem für Restaurantbesuche im Innenbereich, in Museen, Fitnessstudios und Schwimmbädern ein Impfnachweis, ein 48 Stunden lang gültiger negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig. Die erweiterte Nutzung des Grünen Passes sei kein willkürlicher Akt, sondern eine Bedingung für Öffnungen, begründete Draghi den Beschluss.

Bis Ende September rechnet die italienische Regierung damit, dass 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sein werden. Durchschnittlich werden mehr als 500.000 Vakzine pro Tag verabreicht. Ab der dritten Augustwoche sollen zusätzliche Dosen des Pfizer-Impfstoffs verfügbar sein. Italien liegt über dem europäischen Durchschnitt, was die Anzahl der verabreichten Impfstoffe im Verhältnis zur Bevölkerung betrifft.

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