Corona-Impfstoff

Italiener mit gemischten Gefühlen

Jeder vierte Italiener will sich nicht impfen lassen, sollte ein Impfstoff auf den Markt kommen. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Piepoli hervor, die für die öffentlich-rechtliche TV-Anstalt RAI durchgeführt wurde. Acht Prozent erklärten, sie würden sich auf „keinen Fall“ impfen lassen, 17 Prozent würden sich „wahrscheinlich“ keiner Impfung unterziehen. Sechs Prozent der Befragten gaben an, dazu keine Meinung zu haben.

red/Agenturen

Lediglich 31 Prozent der Befragten wollen sich sicher impfen lassen. 37 Prozent halten es für „möglich“. Rund die Hälfte bezweifelt, dass der Impfstoff bereits in den ersten Monaten 2021 verfügbar sein wird.

Die Italiener sind skeptisch, dass die Pandemie bald vorbei sein wird. 41 Prozent meinen, dass sie erst Ende 2021 vorbei sein wird. 57 Prozent sind mit dem von der Regierung eingeführten Ampel-System mit regionalen Teil-Lockdowns zufrieden. 43 Prozent forderten dagegen einen kompletten Lockdown als effizienteste Maßnahme zur Eindämmung der zweiten Welle.

Laut einer weiteren Umfrage, die vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos durchgeführt wurden, würden sich 16 Prozent der Italiener nicht impfen lassen, sollte der Impfstoff verfügbar sein. 42 Prozent würden sich Zeit nehmen, um die Wirksamkeit des Wirkstoffes zu prüfen.

In Italien ist am Mittwoch die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in 24 Stunden weiterhin gestiegen. 753 Tote wurden gemeldet, am Vortag waren es 731. Das ist der höchste Stand seit dem 3. April, teilte das Gesundheitsministerium mit.