Coronavirus

Keine Patienten mehr auf Intensivstation in Bergamo

Erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in Italien Ende Februar liegen keine Covid-19-Patienten mehr auf der Intensivstation des Krankenhauses von Bergamo. Der letzte Patient wurde am Mittwoch entlassen, 137 Tage seitdem der erste Covid-19-Kranke am 23. Februar eingeliefert worden war, teilte die Leitung des Krankenhauses „Papa Giovanni XXIII“ in Bergamo mit.

red/Agenturen

Im Spital von Bergamo liegen zwar noch einige Coronavirus-Patienten, diese sind jedoch bereits ohne Symptome, berichtete die Generaldirektorin des Krankenhauses Maria Beatrice Stasi. Das Gesundheitspersonal des Krankenhauses hielt in Andenken an die Coronavirus-Todesopfer am Mittwoch eine Schweigeminute ein.

Bergamo zählt zu den am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffenen Städten Italiens, in dem fast 35.000 Coronavirus-Todesopfer gemeldet wurden. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen in der gesamten Region Lombardei lag am Mittwoch laut Angaben der Gesundheitsbehörden bei 34. Am Höhepunkt der Epidemie im März waren über 4.000 Personen auf Italiens Intensivstationen gelegen.

In Bergamo laufen derzeit einige Untersuchungen wegen der vielen Coronavirus-Todesopfer seit Ausbruch der Epidemie am 20. Februar. Die lombardischen Regionalbehörden werden unter anderem beschuldigt, die Gemeinden Nembro und Alzano Lombardo bei Bergamo Anfang März nicht zur Sperrzone erklärt zu haben, obwohl hier zahlreiche Todesopfer und Infektionsfälle gemeldet worden waren. Weil diese beiden Gemeinden nicht abgeriegelt wurden, habe sich die Infektion in der ganzen Region stark verbreitet, lautet der Vorwurf.

Bergamo Stadtansicht
Bergamo zählt zu den am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffenen Städten Italiens, in dem fast 35.000 Coronavirus-Todesopfer gemeldet wurden.
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