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Coronavirus

Maskenpflicht auch in Öffis, Hochzeiten nur im engsten Kreis

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat nunmehr die erwartete Verordnung über die Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen bis Ende April veröffentlicht. Außerdem wird darin eine Maskenpflicht bei der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel ab kommenden Dienstag geregelt. Neben Begräbnissen sollen künftig auch Hochzeiten nur im engsten Familienkreis stattfinden. Aktuell sind 1.032 Coronainfizierte hospitalisiert.

red/Agenturen

Mit Stand Freitag vormittag gab es in Österreich 13.404 positive Testergebnisse. Dabei sind österreichweit 319 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 6.064 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 1.032 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 261 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Aktuell müssen Mund-Nasen-Masken nur beim Einkauf in Supermärkten getragen werden - und auch da nur, wenn der Supermarkt welche anbietet. Ab Dienstag nach Ostern müssen sie auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und generell beim Einkauf (siehe eigene Meldung) getragen werden. Alternativ kann auch ein Schal oder eine andere „Barriere gegen Tröpfcheninfektion“ über Mund und Nase gezogen werden. Ausgenommen sind nur Kinder bis 6. Zudem ist auch in Öffis ein Abstand von mindestens einem Meter von anderen Fahrgästen einzuhalten.

Neu dazu kommt nun auch eine Regelung für Fahrgemeinschaften zwischen Personen, die nicht im selben Haushalt leben: Diese sind nur mit Maske und ein Meter Abstand zulässig. Für eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz braucht es der Verordnung zufolge Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer - sofern die Schutzmasken nicht (wie im Handel) ohnehin vorgeschrieben sind.

Hochzeiten und Begräbnissen im „engen Familiären Kreis“

Apropos: Das „Betreten öffentlicher Orte“ bleibt weiterhin verboten. Zu den fünf Ausnahmen (Notfall, Betreuung und Hilfe, Deckung der Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, Arbeit und der Bewegung im Freien alleine oder mit Mitbewohnern) kommt nun aber eine weitere dazu: Nämlich das Einkaufen bzw. die Inanspruchnahme jener Dienstleistungen, die bereits wieder angeboten werden dürfen.

Und schließlich legt die Verordnung auch fest, dass als „notwendiges Grundbedürfnis“ auch Hochzeiten (und wie bisher schon Begräbnisse) gelten und daher eine Ausnahme vom allgemeinen Ausgangsverbot rechtfertigen. Beides aber nur im „engen Familiären Kreis“. In einer behördlichen Klarstellung wird nun freilich festgehalten, dass es auf das Vorhanden sein einer Lebensgemeinschaft oder einer leiblichen Verwandtschaft nicht ankomme. Gemeint ist mit dem engsten Kreis „jede exklusive Solidargemeinschaft zwischen zwei oder mehr Personen (= individuell und nachvollziehbar begründbares besonderes Naheverhältnis), die auf relative Dauer ausgerichtet ist".

Einreise aus nunmehr allen Nachbarländern: Ärztliches Zeugnis

Die wegen der Coronakrise aufgenommenen Gesundheitskontrollen werden zudem nach Ostern auf die Grenzübergänge zu allen Nachbarländern ausgeweitet. Das geht aus einer in der Nacht auf Freitag kundgemachten Verordnung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hervor. Damit sind auch Tschechien und die Slowakei von der Maßnahme umfasst.

Bei der Einreise muss demnach durch ein ärztliches Zeugnis bestätigt werden, dass keine SARS-CoV-2-Infektion vorliegt. Alternativ ist für Österreicher und Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich auch eine 14-tägige Heimquarantäne möglich. Auch die Durchreise ist (ohne Zwischenstopp) erlaubt. Weiterhin zulässig ist u.a. auch der Güterverkehr.

Die gleichen Gesundheitskontrollen - ärztliches Zeugnis oder 15 Tage Heimquarantäne - gelten auch für alle, die auf dem (derzeit ohne sehr beschränkten) Luftweg nach Österreich kommen. Dies wurde in weiteren Verordnung klargestellt.

 

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