Montagsrekord mit 15.717 Neuinfektionen und mehr Patienten

Die Omikron-Welle lässt die Neuinfektionszahlen weiterhin stark steigen und führte nach einem Allzeit-Hoch am Sonntag nun auch zu einem Montagsrekord-Wert. Die Ministerien meldeten zum Wochenbeginn 15.717 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. So viele gab es noch nie an einem Montag. Außerdem müssen wieder mehr Covid-19-Patienten in den Spitälern behandelt werden - am Montag waren es um 51 mehr als am Vortag. Zwei weitere Todesfälle wurden registriert.

red/Agenturen

Vor knapp zwei Monaten - am 25. November - hat das Nationale Impfgremium die Corona-Schutzimpfung für Kinder ab fünf Jahren empfohlen. Nunmehr haben 10,4 Prozent der Kinder unter zwölf Jahren ein gültiges Impfzertifikat. Insgesamt 6,4 Millionen und somit 71,6 Prozent der Bevölkerung verfügen über einen gültigen Impfschutz.

Dieser ist insbesondere in Hinblick auf die ansteckendere Omikron-Variante sehr wichtig. Diese führt in der nunmehr fünften Welle zu neuen Rekordwerten. Erst vergangenen Mittwoch wurde der Allzeit-Rekord an täglichen Neuinfektionen mit 17.006 Fällen dokumentiert, Tagesrekorde folgten am Sonntag und nun am heutigen Montag.

In der vierten Welle im November waren an einem Montag - dem 22. November - 13.806 neue Fälle registriert worden, der bisherige Rekordwert. Die heutigen 15.717 Neuinfektionen lassen den Sieben-Tage-Schnitt auf nunmehr 15.583 ansteigen. Zum Vergleich: Vor einer Woche, am 10. Jänner, gab es 10.804 Neuinfektionen, damals lagen mit 935 Spitalspatientinnen und -Patienten fast gleich viele im Krankenhaus wie heute. Hier meldeten Innen- und Gesundheitsministerium 934 Infizierte in stationärer Behandlung. Die meisten zusätzlichen Patienten gab es seit Sonntag mit jeweils 14 in Wien und in Tirol. In diesen beiden Bundesländern müssen in absoluten Zahlen auch die meisten Covid-19-Infizierten auf Normalstationen behandelt werden. In Wien waren es am Montag 298, in Tirol 127. Auf den Intensivstationen gibt es mit österreichweit 212 Schwerkranken gleich viele wie am Vortag. Innerhalb der vergangenen Woche ist die Zahl der Intensivpatienten um 52 zurückgegangen.

Einen Rekordwert gab es auch bei der Sieben-Tage-Inzidenz, sie betrug zu Wochenbeginn nunmehr 1.221,1 pro 100.000 Einwohner. Österreichweit gab es 141.381 bestätigte aktive Fälle. Das sind um 10.000 Fälle mehr als die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck Einwohner hat und beinahe doppel so viele wie noch vor einer Woche. Am 10. Jänner waren es 77.047 dokumentierte aktiv Infizierte gewesen.

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist derzeit Salzburg mit 2.095. Dahinter folgen Tirol, Wien und Vorarlberg (1.817,4, 1.680,9 bzw. 1.142,2), vierstellig ist auch Oberösterreich (1.030,3). In Niederösterreich betrug die Inzidenz am Montag 961,7, in der Steiermark 734,4, in Kärnten 732,6 und im Burgenland 582,4.

Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 1.459.306 bestätigte Fälle gegeben. Als genesen gelten 1.304.003 Personen. Die meisten Neuinfektionen seit Sonntag meldete wieder Wien mit 4.767. In Niederösterreich kamen 2.385 weitere Infizierte hinzu, in Oberösterreich 2.270 und in Tirol 2.100. Salzburg registrierte 1.428 neue Fälle, die Steiermark 1.172, Vorarlberg 747, Kärnten 611 und das Burgenland 237.

Seit Pandemiebeginn vor knapp zwei Jahren sind in Österreich bereits 13.922 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. In den vergangenen sieben Tagen wurden 67 Todesfälle registriert. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie 155,9 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Wie immer am Wochenende war die Zahl der Coronavirus-Tests deutlich niedriger als unter der Woche. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 549.325 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet, der Wochenschnitt ist mit 921.037 beinahe doppelt so hoch. Seit Sonntag waren 436.157 aussagekräftige PCR-Tests, die Positiv-Rate betrug 3,6 Prozent. Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche täglich fast 640.000 PCR-Analysen durchgeführt, davon lieferten durchschnittlich 2,4 Prozent positive Ergebnisse.

Österreichweit 14.433 Impfungen sind am Sonntag durchgeführt worden. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.691.321 Personen bereits zumindest eine Impfung erhalten. Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) im Burgenland mit 77,3 Prozent. In Niederösterreich haben 73,5 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 71,7 Prozent. Nach Wien (70,5), Tirol (70,4), Vorarlberg (68,5), Salzburg (68,5) und Kärnten (68,4) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit 67,5 Prozent.

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