Coronavirus

Mortalität bei schwerkranken Chinesen erheblich

Die Sterblichkeit von Schwerstkranken durch SARS-CoV-2 in Wuhan ist beträchtlich. Sie betrug in einer untersuchten Personengruppe von 52 Patienten 61,5 Prozent, schrieben vor wenigen Tagen Xiaobo Yang von der Abteilung für Intensivmedizin am Tongji Medical College in Wuhan und die Co-Autoren im „Lancet“.

red/Agenturen

Von insgesamt 710 Covid-19-Patienten wurden die Daten von 52 Erwachsenen in kritischem Zustand und mit Einlieferung in die Intensivstation des Yin-tan-Spitals in Wuhan analysiert. Man verglich im „Lancet“ demografische Informationen, Symptome, Laborwerte, Begleiterkrankungen, Therapien und den Behandlungserfolg. Die 52 Patienten waren im Durchschnitt 59,7 Jahre alt. Zwei Drittel waren Männer, 40 Prozent hatten eine andere chronische Erkrankung. 98 Prozent wiesen Fieber auf.

„Innerhalb von 28 Tagen waren 32 der Patienten oder 61,5 Prozent gestorben. (...) Im Vergleich mit den Überlebenden waren diese Personen älter (64,6 Jahre versus 51,9 Jahre). 26 von ihnen (81 Prozent) entwickelten ein akutes Lungenversagen ARDS)“, schrieben die Wissenschafter. Bei den Überlebenden war das bei neun Patienten oder 45 Prozent der Fall.

„Ältere Patienten über 65 Jahre mit Grunderkrankungen und ARDS haben ein erhöhtes Mortalitätsrisiko. Die Schwere der SARS-CoV-Pneumonie setzt die Intensivmedizin in Spitälern unter großen Druck - vor allem wenn die Abteilungen personell nicht ausreichend ausgestattet sind und nicht über genügend Ressourcen verfügen“, stellten die Wissenschafter fest.