| Aktualisiert:
Coronavirus

Neuinfektionen sprangen durch Omikron auf fast 10.000 Fälle

Mit fast 10.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden hat sich am Mittwoch die Intensität der fünften Corona-Welle in Österreich weiter beschleunigt. Nach rund 5.500 bestätigten Fällen am Vortag kamen aufgrund der Dominanz der Omikron-Virusvariante 9.761 neue Fälle dazu, wie aus den wegen fehlerhafter Labormeldungen verzögert übermittelten Zahlen des Innen- und Gesundheitsministeriums hervorging. Das entsprach einer Zunahme um 77,6 Prozent innerhalb eines einzigen Tages.

red/Agenturen

1.010 Personen befanden sich am Mittwoch mit Covid-19 in Spitalsbehandlung, das waren um 28 weniger als am Dienstag. Davon wurden 309 auf Intensivstationen betreut, ein Rückgang um sieben Personen. Mit 18 weiteren Todesfällen seit Dienstag sind inzwischen 13.802 Personen seit Ausbruch der Pandemie an den Folgen des Coronavirus verstorben. Mit dem heutigen Mittwoch gibt es in Österreich 44.990 aktive Fälle, diese Zahl lag vor einer Woche noch bei 28.634.

Die Bezirke mit Sieben-Tage-Inzidenzen (Anzahl der Neuinfektionen in der vergangenen Woche je 100.000 Einwohner, Anm.) über 1.000 haben sich am Mittwoch laut Dashboard der AGES bereits auf vier verdoppelt: Zu Sankt Johann im Pongau (1.717,6) und Kitzbühel (1.853,9) in Salzburg bzw. Tirol kamen nun noch Tamsweg (1.148,2) und Landeck (1.238,0) hinzu, ebenfalls Salzburg und Tirol. In Wien liegt dieser Wert bei 505,3.

17.000 Neuinfektionen nächste Woche erwartet

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Österreich belief sich auf 361,8 Fälle auf 100.000 Einwohner. Laut dem Covid-Prognosekonsortium könnte das stark beschleunigten Infektionsgeschehen für bis zu 17.000 Neuinfektionen in der kommenden Woche sorgen und eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 1.000 bereits am Mittwoch erreicht werden.

Mit 3.191 kamen die meisten neuen SARS-CoV-2-Fälle aus Wien, gefolgt von Salzburg und Tirol mit 1.587 bzw. 1.413. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 757.310 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet, 599.495 aussagekräftigere PCR-Tests mit einer Positiv-Rate von 1,6 Prozent und damit über dem Wochenschnitt von 1,3.

Impfrate leicht gesunken

Die offizielle Impfrate ist in Österreich trotz 46.651 weiterer Stiche am Dienstag von 70,9 Prozent auf 70,3 Prozent gesunken. Grund ist das Auslaufen der Impfzertifikate-Gültigkeit mit ausschließlich einer Janssen-Impfung (Johnson & Johnson) am 3. Jänner, denn die damit einhergehende Anpassung des Datenstands der Impfzertifikate wurde heute, Mittwoch, vorgenommen. Von den 46.651 Impfungen am Dienstag waren 5.127 Erststiche (elf Prozent), 15.444 Zweitstiche (33 Prozent) und 26.080 Drittstiche (56 Prozent).

Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) im Burgenland mit 76 Prozent, in Niederösterreich haben 72,3 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 70,4 Prozent. Bei den restlichen Bundesländern liegt dieser Wert unter dem Österreichschnitt von 70,3, am niedrigsten ist er weiterhin in Oberösterreich mit 66,1 Prozent