Rat des Ministeriums: Sexarbeit ohne Küsse und mit Maske

Die Corona-Pandemie hat das Leben von Sexarbeitern verändert. Nach wochenlangem Stillstand dürfen Frauen und Männer ihre Dienste in Österreich nun wieder anbieten. Das Gesundheitsministerium in Wien empfiehlt unter anderem, dass der Körperkontakt auf das notwendige Maß beschränkt werden soll.

red/Agenturen

Ein Einweg- oder Stoff-Mund-Nasen-Schutz soll sowohl von Sexarbeitern als auch von Kunden getragen werden. Masken, Handtücher und Matratzenbezüge sollten nach jedem Kontakt heiß gewaschen werden. 

Aufgrund der Virusübertragung durch Speicheltröpfchen wird außerdem empfohlen, auf jegliche Formen des Speichelaustauschs und einander zugewandte Sexpositionen zu verzichten. Der Kontakt wird nur zwischen zwei Personen empfohlen. Von Küssen und Gruppensex wird abgeraten.

Sexarbeiter werden zudem ermutigt, den Gesundheitszustand ihrer Kunden vor Beginn der Dienstleistung zu überprüfen. Bei Symptomen, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuteten, solle auf Sex verzichtet und Abstand gehalten werden.

Mehr Lockerungen in niederländischen Sexclubs

Um Mitternacht öffneten auch in den Niederlanden die ersten Sexclubs die Türe. Auch im berühmten Amsterdamer Rotlichtviertel gingen die Lichter wieder an. Die 1,5-Meter-Regeln gilt bei Sexarbeitern wie auch bei Friseuren und Physiotherapeuten nicht.

Auch schreibt die Regierung keine „sicheren Positionen“ vor. Es gibt auch keine Maskenpflicht. Die Branche hatte selbst ein Hygieneprotokoll erstellt. Danach müssen sich Freier die Hände desinfizieren. Alles, was im Raum angefasst wird, soll hinterher desinfiziert werden.