Spitäler in Pakistans Großstadt Karachi weisen Patienten ab

In Pakistans Hafenmetropole Karachi müssen aufgrund einer massiv steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen Krankenhäuser Patienten abweisen. Das teilten Vertreter von Behörden und Spitälern am Mittwoch mit. „Die Situation ist sehr ernst", sagte ein Sprecher der Provinzregierung von Sindh. Am Dienstag seien knapp ein Viertel der Corona-Tests in der Stadt mit geschätzt 20 Millionen Einwohnern positiv ausgefallen.

red/Agenturen

Der Anstieg der Zahl der täglichen Neuinfektionen wird Behörden zufolge von der Delta-Variante angetrieben, die als besonders ansteckend gilt. Fast 90 Prozent der neu positiv getesteten Fälle seien dieser Virusmutante zuzuordnen, sagte der Sprecher weiter. Man fürchte eine weitere Verschärfung der Situation durch die am Mittwoch begonnenen muslimischen Eid-Feiertage, zu denen traditionell Menschen in großer Zahl zusammenkommen.

Vor kurzem wurden in Pakistan in den Virus-Hotspots des Landes erneut teilweise Lockdowns verhängt. Bisher hat das Land fast eine Million Corona-Infektionen registriert. Rund 23.000 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.