Coronavirus

WHO-Bericht verzeichnet Rekord an Infektionen

Weltweit gesehen steigt die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen seit Beginn der Corona-Pandemie immer weiter an. So meldete die Weltgesundheitsorganisation WHO am Wochenende einen Rekord: Binnen 24 Stunden seien am Samstag 212.326 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 gemeldet worden, hieß es in einem WHO-Bericht.

red/Agenturen

Die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus ist hingegen seit Anfang Mai vergleichsweise stabil. Die meisten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden wurden dabei in Nord- und Südamerika (129.772) gemeldet. Davon entfielen allein mehr als 53.000 Fälle auf die USA und mehr als 48.000 auf Brasilien. Grund für steigende Infektionszahlen können sowohl ein tatsächliches Plus an Ansteckungen als auch umfangreichere Tests sein.

Insgesamt geht die WHO bisher von mehr als 11 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus weltweit sowie von mehr als 523.00 Todesfällen aus. In absoluten Zahlen verzeichneten demnach die USA (mehr als 2,7 Millionen), Brasilien (mehr als 1,5 Millionen) und Russland (mehr als 674.000) zuletzt die meisten Infektionen insgesamt. Unter den europäischen Ländern hat Großbritannien mit mehr als 284.000 Fällen derzeit die meisten Infektionen.

Pandemie nichts von Dynamik eingebüßt

Die WHO-Zahlen weichen wegen unterschiedlicher Zählweisen und zeitlicher Verzögerungen immer etwas von den Zahlen der Johns Hopkins Universität in den USA ab. Die WHO hat mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, dass die Pandemie nichts von ihrer Dynamik eingebüßt habe.

Immer wieder melden Länder neue Höchstwerte bei den Neuinfektionen, so beispielsweise am Wochenende Indien und das Westjordanland. Auch in Österreich nahmen die Zahlen wieder deutlich zu, drei Tage in Folge gab es mehr als 100 Neuinfektionen.Montag früh galten 959 Menschen als aktiv erkrankt.

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WHO HQ Genf
Der Anteil der 15- bis 24-Jährigen an den neuen SARS-CoV-2-Infektionen sei laut einer Studie von ehemals 4,5 Prozent auf bis zu 50 Prozent gestiegen. Vor diesem Hintergrund hat die WHO einen Appell an Jugendliche gerichtet.
Von I, Yann, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2367501