Wiener Krisenstab: Lage derzeit „in Entspannung“

Sinkende Covid-Patientenzahlen, Rückgänge bei den Neuansteckungen: Die Situation in der Bundeshauptstadt Wien nach Ende des Lockdowns am gestrigen Montag beschrieb ein Sprecher des medizinischen Krisenstabes der Stadt am Dienstag im APA-Gespräch folgendermaßen: „Es hat sich gezeigt, dass der Lockdown die richtige Entscheidung war. Es ist so, dass sich die Lage derzeit in Entspannung befindet.“ In den Krankenhäusern gibt es eine Stabilisierung „auf hohem Niveau".

red/Agenturen

Laut medizinischem Krisenstab der Stadt wurden 223 positive Test-Befunde eingemeldet, hieß es in einer Aussendung am Dienstag. Datenbereinigt - zum Beispiel um Doppelmeldungen - gab es gar nur 106 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden.

Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie in der Bundeshauptstadt 134.875 positive bestätigte Testungen und 2.222 Todesfälle aufgrund von bzw. an den Folgen von Covid-19 dokumentiert. Aktiv an der Erkrankung laborieren 3.271 Personen. Wieder genesen sind 129.382.

Am gestrigen Montag wurden in Wien ausgesprochen viele Corona-Testbefunde eingemeldet, insgesamt 152.423. Davon waren 56.806 PCR-Tests und 95.617 Antigen-Schnelltests. Dass die Zahl der eingemeldeten Testbefunde so auffällig in die Höhe geschnellt ist, hat damit zu tun, dass nun auch die Testungen, die in Apotheken und Betrieben durchgeführt werden, mit in die Statistik aufgenommen werden, erklärte der Krisenstab-Sprecher.

In den Spitälern gibt es laut Daten des Innen- und Gesundheitsministeriums einen Rückgang bei Covid-Patientinnen und -Patienten zu vermelden. Aktuell müssen in den Einrichtungen 484 Personen aufgrund von Covid-19 behandelt werden, um zehn weniger als am gestrigen Montag (minus zwei Prozent). Auch im Wochenvergleich gibt es einen Rückgang, um 145 Patientinnen bzw. Patienten (minus 23,1 Prozent).

Auf Intensivstationen müssen wienweit 177 Menschen versorgt werden. Das sind um sechs weniger als am gestrigen Montag (minus 3,3 Prozent). Auch im Wochenvergleich gab es einen Rückgang: Damals lagen noch um neun Covid-Erkrankte mehr auf den Intensivstationen. Das Minus beträgt 4,8 Prozent.

Der Wiener Gesundheitsverbund, die städtischen Spitäler stemmen gemeinsam mit den Ordensspitälern gemeinsam die Versorgung der Covid-Erkrankten, ortet eine „Stabilisierung auf hohem Niveau". „Im Wiener Gesundheitsverbund haben wir vor circa zehn Tagen ein Plateau erreicht, wo wir ungefähr 150 Covid-Patientinnen und -Patienten auf der Intensivstation und rund 250 Covid-Patientinnen und -Patienten auf der Normalstation betreuen", umriss eine Sprecherin die aktuelle Lage im APA-Gespräch. „Es ist eine Herausforderung, aber es ist machbar. Natürlich hoffen wir, dass die Zahlen weiter sinken.“ Zum Höhepunkt der dritten Welle, Anfang April mussten bis zu 245 Personen aufgrund einer Coronavirus-Infektion intensivmedizinisch betreut werden.