Gesundheitspolitik

Coronavirus

Wr. Neustadt will Inzidenz mit verstärkten Maßnahmen senken

Wiener Neustadt will der mit einem Wert von knapp 430 höchsten Sieben-Tages-Inzidenz in Niederösterreich mit verstärkten Corona-Maßnahmen begegnen. Geplant sind nach Angaben vom Dienstag für eine Woche befristete Teststraßen an drei Stadteinfahrten sowie flächendeckende Gurgeltests an Schulen. Diese Vorhaben sollen gewährleisten, dass vor Ostern auch in der Statutarstadt „weitere Lockerungsschritte“ gesetzt werden können, sagte Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP).

Corona-Verordnungen

Ausreisebeschränkung für zwei Salzburger Gemeinden

Für die beiden Gemeinden Radstadt und Bad Hofgastein im Salzburger Pongau wird es ab Donnerstag, 24.00 Uhr, für zwei Wochen eine Ausreisebeschränkung geben. Personen ab 16 Jahren, die das Gemeindegebiet verlassen wollen, müssen dann einen negativen Coronatest vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, informierte das Land Salzburg am Dienstagnachmittag. Die beiden Orte weisen derzeit eine Sieben-Tages-Inzidenz von 1.042 beziehungsweise 1.168 aus.

Corona-Verordnungen

Corona -Lockdown in Tschechien: Polizei kontrollierte tausende Fahrer

Nach Kontrollen des neuen verschärften Corona-Lockdowns in Tschechien hat die Polizei eine überwiegend positive Bilanz gezogen. Die meisten Menschen hätten die nötigen Papiere dabei und zeigten Verständnis für die Maßnahmen, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Man habe innerhalb von 24 Stunden mehr als 53.000 Fahrzeuge angehalten und nur in 1.527 Fällen die Weiterfahrt untersagen müssen.

Theater Kultur Bühne Vorhang
Corona-Verordnungen

Kultur-Neustart - Nun „Mitte April“ als neue Perspektive

„Das erklärte Ziel ist es, im Kulturbereich mit Mitte April weitere Öffnungsschritte möglich zu machen“, hieß es heute aus dem Kunst- und Kulturstaatssekretariat auf Nachfrage der APA. „Wir wissen, dass die Kultureinrichtungen eine gewisse Vorlaufzeit haben - das lässt sich aber derzeit mit der Unplanbarkeit der Pandemie nur schwer unter einen Hut bringen.“ Vor 14 Tagen war noch „um Ostern“ die Perspektive gewesen.

Deutsche Ärzte warnen vor unkoordinierten Lockerungen

Ärzteverbände haben vor voreiligen und unkoordinierten Lockerungen des Lockdowns gewarnt und eine Ausweitung von Corona-Tests gefordert. „Es wäre falsch, einfach einige Bereiche zu öffnen, weil die Menschen lockdownmüde sind", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der deutschen Amtsärzte, Ute Teichert, der „Rheinischen Post“ (Dienstag).

Corona-Impfstoff

Österreich will sich bei Impfstoffen nicht mehr auf EU verlassen

Österreich will sich bei Corona-Impfstoffen künftig nicht mehr auf die Europäische Union verlassen. Kanzler Sebastian Kurz kritisierte am Dienstag, die EU-Arzneimittelbehörde EMA sei zu langsam bei der Zulassung und es komme zu Lieferengpässen der Pharmahersteller. „Wir müssen uns daher auf weitere Mutationen vorbereiten und sollten nicht mehr nur von der EU abhängig sein bei der Produktion von Impfungen der zweiten Generation.“ Kurz kündigte eine enge Zusammenarbeit mit Dänemark und Israel an.

Corona-Impfstoff

Merck hilft Johnson & Johnson bei Produktion seines Corona-Impfstoffs

Der US-Pharmariese Merck wird dem Konkurrenten Johnson & Johnson bei der Produktion seines Corona-Impfstoffes helfen. US-Präsident Joe Biden wollte am Dienstag die Kooperation verkünden, wie ein Regierungsvertreter in Washington sagte.

Ein Fünftel der Dosen in Österreich nicht verimpft

In Österreich sind rund ein Fünftel der gelieferten Coronavirus-Impfdosen noch nicht verimpft. Estland und Litauen wiederum haben laut den Daten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC alle erhaltene Vakzine genutzt. Für Österreich wurden laut den jüngsten Daten der ECDC vom Dienstag 79,20 Prozent als verimpft angegeben. Im EU-Vergleich landete Österreich hier auf dem siebenten Platz, hinter den baltischen Ländern sowie Dänemark, Polen, Portugal und Griechenland.

Corona

Cluster im Spital Oberpullendorf, elf Mitarbeiter positiv

Im Krankenhaus Oberpullendorf ist aufgrund eines Corona-Clusters am Dienstag eine Station gesperrt worden. Ausgehend von einem positiv getesteten Patienten sind elf Mitarbeiter positiv. Ein Sprecher der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten Ges.m.b.H.) teilte gegenüber der APA mit, dass der Operationsbetrieb reduziert aufrechterhalten bleibt. Für die gesperrte Station der allgemeinen Chirurgie mit 23 Betten stehen in anderen Abteilungen 20 zur Verfügung.

Insgesamt 22 Südafrika-Fälle in Niederösterreich verzeichnet

In Niederösterreich hat sich die Zahl der nachweislich mit der südafrikanischen Coronavirusmutation infizierten Personen am Dienstag auf 22 erhöht. Zudem entstand ein neuer Cluster in einem Pflegeheim im Bezirk Baden mit 25 Erkrankten, hieß es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ).

Bisher rund 500 Personen von Wiener Warteliste geimpft

In Wien können sich Impfwillige über die Online-Vormerkplattform bei der Registrierung auch auf die Warteliste setzen lassen. Das bedeutet, sollten bei einer Corona-Impfaktion Dosen übrig bleiben, so werden diese spontan kontaktiert. Bisher bekamen dadurch rund 500 Personen eine Injektion, berichtete ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) der APA am Dienstag.

Schramböck will Medikamenten-Herstellung in Österreich forcieren

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) will, dass die Pharma- und Lifescience-Branche in Österreich breiter aufgestellt wird und nicht nur Wirkstoffe, sondern auch Impfstoffe herstellt. Das sei ein mittelfristiges Standortziel, „es wird wieder Wellen geben", sagte Schramböck am Dienstag. Am Nachmittag will sich die Regierung bei einem runden Tisch mit rund zwanzig Pharmaunternehmen einen Überblick über die vorhandenen Produktionskapazitäten verschaffen.

WHO: Bis 2050 wird weltweit jeder vierte Mensch schwer hören

Jeder fünfte Mensch weltweit leidet derzeit an Hörproblemen - und die Zahl der Betroffenen nimmt stetig zu: Bis 2050 könnte bereits jeder vierte Mensch auf der Welt schlecht hören, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem am Dienstag vorgelegten ersten globalen Bericht zu diesem Thema. Es müsse unbedingt etwas unternommen werden, um den Trend zu stoppen.

Corona

Psychische Gesundheit von Schülern massiv verschlechtert

Die psychische Gesundheit von Schülern hat sich durch die Corona-Pandemie massiv verschlechtert. Laut einer Studie der Donau-Uni Krems und der Medizin-Uni Wien (rund 3.000 Befragte) zeigen 56 Prozent der Über-14-Jährigen eine depressive Symptomatik, die Hälfte zeigt Angstsymptome. Die Häufigkeit dieser Beschwerden hat sich, wie auch jene von Schlafstörungen, demnach verfünft- bis verzehnfacht. Bereits 16 Prozent haben suizidale Gedanken, auch das ist ein deutlicher Anstieg.

„Die Impfstoff-Solidarität der EU bröckelt"

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will sich in Zukunft nicht mehr nur auf die EU verlassen und strebt gemeinsam mit Dänemark eine Kooperation mit Israel bei der Produktion von Corona-Impfstoffen der zweiten Generation an. Die Ansage des Kanzlers war begleitet von Kritik am Zulassungsprozedere der EU. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA sei „zu langsam bei den Zulassungen für Impfstoffe und es kommt zu Lieferengpässen von Pharmaunternehmen", wiederholte der Kanzler.

Kurz will Impfstoff-Kooperation mit Israel und Dänemark

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat vor seiner Israel-Reise eine Kursänderung bei der Corona-Impfstrategie angekündigt. Österreich, Dänemark, und die Mitglieder der sogenannten „First Mover-Gruppe“ würden sich in Zukunft nicht mehr auf die EU verlassen und gemeinsam mit Israel in den kommenden Jahren Impfdosen der zweiten Generation für weitere Mutationen des Coronavirus produzieren sowie gemeinsam an Behandlungsmöglichkeiten forschen, sagte Kurz laut Bundeskanzleramt.